Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

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happy hippo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Donnerstag 7. November 2013, 01:56

Lieber Rainer,
ob Du es glaubst oder nicht, als ich mich gestern Abend auf dem Heimweg befand, im Bus, da mußte ich genau in dieser Richtung über "Gebet" nachdenken. Ich wußte gar nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, als ich dann Deinen Beitrag las.

Ja, ich glaube auch, dass es zuallererst darauf ankommt, wie Du schreibst, an der "Quelle der Lebens" angeschlossen zu sein.
Dann können wir sicherlich gar nichts wirklich "Falsches" erbitten. Jesus hat oft über das "Bitten" gesprochen. Wie z.B. in Matthäus 6
7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.
8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. ...
Du schriebst es ja schon.
Dann gibt es wieder andere Situationen.
Matthäus 7
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
9 Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete?
10 Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete?
11 Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!


Matthäus 21,22 Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen.
Da ist es wieder dieses "Glauben" (Festmachen an JESUS, Stecker in der Steckdose, Angeschlossen sein an der Quelle des Stromes), dann empfangen wir.
Am Sonntag hörten wir das Gleichnis von der "Bittenden Witwe" aus Lukas 18.
1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten,
2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.
3 Es war aber eine Witwe in derselben Stadt, die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher!
4 Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Wenn ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue,
5 will ich doch dieser Witwe, weil sie mir so viel Mühe macht, Recht schaffen, damit sie nicht zuletzt komme und mir ins Gesicht schlage.
6 Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt!
7 Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's bei ihnen lange hinziehen?
8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?


Dazu fällt mir ein altes Lied ein, welches ein alter NAK-Bischof (er starb 1949), der Apostel Kuhlen sehr gut kannte, gedichtet hat.

Wir haben es , als wir noch in der NAK waren, oft gesungen.

"Viel Bitten hab ich Herr dir vorgetragen in der von mir durchlebten Erdenzeit.
Ich betete vor dir an allen Tagen, schrie oft aus Sorge, Not und tiefem Leid.
Doch nun o Herr, seh ich die Zeit vollenden, wie sie dein Sohn schon längst zuvor besagt.
Drum überlaß ich stille deinen Händen, ob sich mein Leid noch einmal wenden mag.

Doch eine Bitte Herr ist mir geblieben, nur eine noch, der Seele letztes Flehn;
laß was ich bitt`, o Herr, laß es geschehn:
Mach würdig Herr, mach würdig meine Seele, laß sie entfliehn dem Geistersturm der Zeit!
Mach würdig Herr, mach würdig meine Seele, zu stehn vor deinem Sohn, mach sie bereit!
Mach sie bereit, mach sie bereit!"

Liebe Grüße und alles Liebe für Dich und Alle
und an Jürgen nochmal besonders!
happyhippo

werwolf
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von werwolf » Donnerstag 7. November 2013, 10:29

Liebe happy hippo,
das war der Bischof Ludwig Hennrich, der lange Zeit in Düsseldorf gewirkt hat. Die Familien Hennrich und Kuhlen waren mit meinen Eltern eng befreundet, so dass ich beide schon als Kind auch privat näher kennen gelernt habe. Über Bischof Hennrich ist übrigens ein Buch erschienen, das der Bezirksälteste i.R. (NAK) Törner und seine Frau heraus gebracht haben. Bischof Hennrich war poetisch sehr begabt, wovon eine ganze Reihe von Texten (die auch in diesem Buch aufgeführt sind) Zeugnis ablegen.

Liebe Grüße
Werner
Wir sind immer auf der Suche

happy hippo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Samstag 9. November 2013, 12:24

Lieber Werner,
der Bischof Hennrich war auch hier in der Gegend (NAK-Bezirk) sehr beliebt. Jahrzehnte später sprach man noch mit leuchtenden Augen von ihm.
Unglaublich, was dieser Mann geleistet hat. Sogar eine kleine Zeche hat er (auf einem Kirchengrundstück) ins Leben gerufen, damit die Geschwister es in den Kirchen warm haben. Die Bergleute unter den Brüdern haben dann nach Feierabend(!!!) auch dort Kohle abgebaut. - Wenn man bedenkt, was unsere Altvorderen so geleistet haben, kann man echt den Hut ziehen. Damals arbeitete man allgemein schwer und lange.
Viele Hilfsmittel gab es noch nicht. Wer hatte eigentlich ein Auto? Oder Telefon? Zentralheizung? Waschmaschine? Die Wohnungen waren klein.
Die Toiletten im Hof.
Jetzt eben muß ich wieder an Rainer denken. Ja, sie haben sich selbst aufgegeben, ihre Person unter Jesus gestellt ("...gestorben dem ich. Nur Jesus lebend, nicht lebend für sich: das kann allein Herrlichkeit sein...).
Ich habe als Kind und Jugendliche viele solcher Brüder und Geschwister kennen gelernt. Ihre Eigenheit war die FREUDE. Die Freude am HERRN.

Das Buch und den Nachtrag habe ich auch. Die Geschw. Törner haben sich da richtig Mühe gegeben, das alles zu recherchieren und zusammen zu stellen. Alle Achtung! Das Buch über Bischof Hennrich wollte ich verschenken. Der, der es bekommt wird sich bestimmt freuen.

Dir und Allen ein schönes Wochenende und gesegnete (Gebets)Gottesdienste!
happy hippo

rhykes
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von rhykes » Samstag 9. November 2013, 18:42

Liebe Happy Hippo,

quo vadis VAG? Ich denke, wir sind der Beantwortung dieser Frage ein kleines Stück näher gekommen. Haben wir doch erkannt, dass es nicht die VAG ist, die sich bewegt oder auch nicht bewegt, sondern wir es sein sollten, die eine eventuell notwendige Bewegung durchführen müssen. Viele Meinungen beklagen das mangelnde Engagement, die geringe Begeisterung in den Gemeinden und das Aussterben der Kirche. Werden wir dank Volker mir einem alten Gottesdienst konfrontiert, fällt es uns wie Schuppen von den Augen: Christsein bedeutet gegen seine Person anzugehen, seine Ängste, seine Scham, seine Wut oder Lethargie zu überwinden. Schlichtweg gegen das anzugehen, was einen hindert, Jesus Christus gleich zu tun. So kompliziert ist es nicht; es ist aber verdammt schwer.
Wenn es dir also widerstrebt, dass einige Gottesdienste mangels Ämterpersonal ausfallen, dann geh durchs Tal des Unangenehmen und zieh es durch: Denn 'dort, wo zwei oder drei sich in meinem Namen versammeln, da will ich mitten unter ihnen sein.' Gibt es eine freundlicheres und klareres Versprechen? Erkenne deine Feinde. Will sagen, wenn du dich überwunden hast und den ersten Feind besiegt hast, kommt bald der nächste. Der Frust wenn es nicht so klappt, wie du es dir wünschst. Der Hochmut, wenn es besser läuft, als du dachtest. Es gibt viele kleine Mistkerle, die wir Ich nennen, und die uns das Leben schwer machen.
Also einen kleinen Schritt weiter.
GR

wellmath
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von wellmath » Mittwoch 20. November 2013, 23:46

Liebe Gemeinschaft,

ich bin seit April dieses Jahres Mitglied der Apostolischen Gemeinschaft und erlebe gerade unsere Gemeinde als ganz großen persönlichen Schatz. Ich bin mit meiner Frau von einer FEG hierher gewechselt, da unsere alte Gemeinde vor der Schließung steht. Ich war eher skeptisch, da ich die Gemeinde Jahre zuvor mit den Amtsträgern kennengelernt hatte und sie als verstaubt und altbacken empfunden habe. Aber Jesus hat uns halt in diese Gemeinde geführt und ER hat mich mal wieder überrascht. Unsere Gemeinde macht den natürlichen Gemeindeentwicklungsprozess mit und was soll ich sagen: Jesus hat unsere Gemeinde gesegnet.
Wir haben solch eine Vielfalt an Gaben, viele Geschwister arbeiten aktiv mit an der Gemeinde, entlasten in vielen Dingen den Gemeindevorsteher und alle haben Spaß daran gemeinsam unserem Herrn zu dienen. Denn das tun wir ja. Gemeinde ist schließlich kein Selbstzweck. Wir dürfen nie vergessen, dass Jesus unser Mittelpunkt ist. Privat und in der Gemeinde. Und unser Auftrag ist auch klar: Wir sollen Menschen fischen. Und das sollten wir alle tun, im Rahmen unserer Gaben. Und wenn kein Bruder zum Predigen da ist ? Fragt doch bei den Aposteln nach, oder den Bezirksältesten. Die helfen sicher. Dann kommt eben ein Bruder oder vielleicht auch eine Schwester aus einer anderen Gemeinde und hilft aus wenn aus der eigenen Gemeinde keiner kann. Wir sind doch keine kleine Kirche. Wir sind eine Gemeinschaft mit eben einigen Gemeinden und Gaben. Lasst uns einander helfen. Es muss halt nur gefragt werden. Und helft doch alle mit den Geist der ersten Gemeinden wieder aufleben zu lassen. Der Begeisterte begeistert. Wenn wir unseren Glauben ehrlich und auch nach außen hin offen leben, sind wir Vorbild, Anreiz und Ermutigung für andere.
Ich bin sicher Gott belohnt uns dafür mit vollen Gemeinden.

LG Thomas

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seesojens
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von seesojens » Montag 3. November 2014, 17:57

Eintrittskarten? Seid Ihr jetzt ein Kino? ;-) Auch bei uns versucht man wieder einen Anfang zu finden. Wir sind alle Menschen und aus diesem Grunde wird es immer schwer sein für alle einen richtigen Weg zu finden. Ich glaube auch in diesem Fall, hilft das Wort und die Tat: Reformation.
Erwarte nichts und Du bekommst alles.

Volker
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von Volker » Montag 3. November 2014, 18:22

Hallo sessejons,

nein, wir sind nicht im Kino aber die Plätze sind aufgrund des großen Andrangs begrenzt und da geht es halt nur mit Karten. Ist für uns auch ne Premiere!

Die Reformation haben wir bereits Ende der 1970er Jahre angefangen und sind auf diesem Wege schon sehr weit geschritten.

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von seesojens » Montag 3. November 2014, 18:30

Übrigens haben wir als Gemeinschaft bzw. Kirche bestimmt auch ein gesondert großes Interesse, dass wir uns alle zusammen schließen, denke ich.Sollten wir mal drüber reden. Die Grundprinzipien religiösen Denkens, müssten fast identisch sein. Wir haben nur nicht mehr den Anspruch, das unsere Kirche die "allein seelig machende Kirche" ist. Gott seis gedankt. Ist das bei Euch noch der Fall?
Erwarte nichts und Du bekommst alles.

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von jürgen eich » Donnerstag 21. Juni 2018, 14:57

"Wir müssen wieder zu unseren Wurzeln zurückkommen"
Als Wurzeln der VAG werden dann, neben der Schrift, die Katholisch-Apostolischen Gemeinden genannt.
Ein Hauptanliegen dieser Gemeinden war das Wiederkommen Christi.
Gerade dies wurde leider in den 50er Jahren in der NAK mißbraucht.
Aber ich frage mich, welchen Stellenwert hat die Wiederkunft Christi denn heute bei uns ?!
Gibt es noch das Gebet "Herr, komme bald"?
Ich würde mich über eine Diskussion dieses Themas freuen.
Es grüßt Euch alle
Jürgen

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