Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Ein Forum für unsere Glaubenszeugnisse und -diskussionen, sowie das Leben mit Gott im Privaten und in der Gemeinde
mago

Re: Kleinstadt Kirchen mit großer Jugend

Beitrag von mago » Montag 7. August 2006, 12:27

kalabi-yau hat geschrieben: Dort, wo die Kirche gegenüber dem totzitierten Fußballplatz den Kürzeren zieht, sollte man das Rahmenprogramm einer Kirche Zielgruppen orientiert gestalten. Das ist zunächst leicht gesagt. Beginnt man beispielsweise ein Programm auf die Beine zu stellen, das Pubertierenden gerecht werden und sie von der Straße holen will, dann kollidieren u. U. diese Bemühungen mit den sonstigen Verhaltensweisen der Kirche.
Aber ist nicht so, dass außergewöhnliche Wege gerechtfertigt sind, wenn dadurch einfach wieder Menschen für Jesus Christus gewonnen werden können? Ist Jesus damals nicht auch neue Wege gegangen? Zum Zöllner, zu den Randgruppen? Wieso müssen wir dann heute nur Sachen machen, die der Norm entsprechen? Wer definiert die Norm? Und wenn man zuerst etwas "kirchenfremdes" Macht kann man die Leute darüber auch in die Gemeinde einbinden und "umgewöhnen". So war ja zum Beispiel auch "Kich-off" gedacht, man holt die Leute in die Kirche zum WM-gucken dann sind sie schon mal drinnen und man bietet einfach noch Informationen oder Gespräche an. Dann ist einfach die erste Hürde "wo hingehen wo man fremd ist" erledigt. Und Möglichkeiten für ein Jugendprogramm was nicht nur kirchenbezogen ist ist recht einfach und über diesen Umweg können zur gemeindegehörende auch noch Freunde mitbringen. Einfach ein offen sein.

@WWJD

Nun ja ich teile Deine Meinung zwischenzeitlich. Ich weiß aber auch was an "Untergrundarbeit" läuft und hoffe, dass manche dieser Sachen die ich dort höre oder mitbekomme/mitplane umgesetzt werden können und alle genügend Mut haben die Sachen so anzupacken.
Aus diesem Grund finde ich den Text ja auch den Text den ich oben verlinkt habe so lächerlich. Man spricht von seelsorgerische Betreuung für die armen verwirrten Alten. Anstatt sich um die zukümmern die jetzt einfach vorm nix stehen. Ohne klare Linie zu finden: "wir lassen uns Zeit und reden im Stillen" ich denke dort setzt man einfach am falschen Punkt an. Aber wie Du sagst. Lassen wir es gut sein. Ich spreche den Apostel bei nächster Gelegenheit nochmals an und wenn dann auch nur "lirum larum" rauskommt (Danke Herr Stromberg für diese Aussage) dann weiß ich daraus Konseuenzen zu ziehen. Mein Vorschlag von Anfang an: Alle rausgeworfenen oder freiwillig gegangenen sollten sich zu einer neuen Gemeinde zusammenschließen! Aber hiermit gebe ich wohl auch auf und warte nur mal ab was noch kommt.

d.g87
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Beitrag von d.g87 » Montag 7. August 2006, 13:16

Hallo mago, hallo wwjd,

ja....der Traum von einer Kirche in der man seinen Glauben leben kann und in der man sich auch noch ein wenig wohlfühlt.

Der Bezirk Düren hat so null Überlebenschancen! Entweder es gehen welche oder werden gegangen oder der Apostel kann jetzt schon Miete sparen und Gemeinden schliessen, dann braucht man das ganze auch net mehr rauszögern.....das geht dann nur weiter in die Kosten.

Der Vorschlag eine "neue" Gemeinde aufzumachen, in die alle die gehen, die jetzt freiwillig gegangen sind, ist gut. Nur glaub ich nicht das da genug mitziehen würden.

Es sind jetzt fast 4 Monate vergangen.....vier, tut mir leid, sinnlose Monate, in denen man schon bereits hätte neues "bauen" können, nämlich Gemeinde Christi.

Ich warte noch ein paar Sonntage ab, dann werde auch ich meine Konsequenzen ziehen!! Es wird nicht einfach werden sich in einer neuen Kirche so einzuleben, wie in der Kirche, die man viele Jahre als "Heimat" angesehen hat. :( Mal gucken was drauss wird....ich seh im Moment für die Zukunft eher schwarz.

Ich kann nur beten´und Auffordern zum Gebet!! Gott hört JEDES Gebet. Und er wird jedem den Weg zeigen den er für ihn vorgesehen hat! Lasst uns beten....

kalabi-yau

Beitrag von kalabi-yau » Montag 7. August 2006, 17:21

Lieber mago,

andere Wege gehen ist sicherlich richtig, wenn ich auch kein Freund bin von solchen Aktionen, die an Kaffeefahrten erinnern. Also Menschen mein Produkt verkaufen, die ursprünglich für etwas ganz anderes eingeladen wurden. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.
yau

reniar

Wange hinhalten und dankbar lächeln

Beitrag von reniar » Dienstag 8. August 2006, 12:29

Hallo Marc,

nach deinem so glanzvollen Einstieg ins Forum, möchte ich nun doch die Foristentaufe feierlich abhalten und inhaltlich auf das eingehen, was du geschrieben hast.
Du schreibst: "Was macht man gegen leute die dir wenn du ihnen nachdem sie dir nen schwinger gegeben haben auch noch die andere gesichtshälfte die man hinhält renovierungsreif schlägt und dir dann wenn du am boden liegst nochmal mit schmackes in die ei** tritt?
Der jedesmal wenn man ihm noch ne chance gibt es noch viel bunter treibt?
weiter bibelverse durch die zahnprotese lispen und am ende aufgeben weil er nicht fair spielt?
"
In dem von dir filmreif geschilderten Beispiel, des Jesus Wortes: haut dir jemand ....." geht es für uns Christen nicht um eine Pflichterfüllung im Rahmen der Nächstenliebe. Es handelt sich vielmehr um eine Aufgabe zur Erlangung von Selbst-Beherrschung. Dieses heute unpopuläre Wort, kontra jeder Spontanität, hat einen für uns Chrsiten wichtigen Hitergrund. Um für das, was du tust, verantwortlich sein zu können, musst du Herr deiner selbst sein. Und das lernt man am besten, wenn man den Ärger den andere bereiten erträgt. Diese Übung ist eine wunderbare Schule des Lebens, und es gibt eigentlich keinen Grund, sie nicht zu machen.
Wenn, wie in deinem Fall, jemand überlegt, wie, wann und bei wem er die Wange hinhält, dann ist er weniger Herr der Lage als er denkt. Vielmehr ist er abhängig von einem seiner beleidigten oder zornigen Persönlichkeitsanteile: Also Sklave seiner selbst.
Keiner hat je behauptet, dass mit dem zweimaligen Hinhalten eines Körperteils der Ärger aufhören würde. Im Gegenteil, der Ärger geht solange weiter, wie du dich ärgerst und nicht Herr deiner selbst bist.
Liebe Grüße
reniar

mago

Beitrag von mago » Dienstag 8. August 2006, 12:40

Hallo reniar!

Gerne hätte ich deinen Text ja komplett gelesen nur habe ich eine blau auf blau Leseschwäche und kann den Text kaum lesen. Zum Zitieren gibt es doch extra einen Button ;-)

Aber nun zu Deiner Aussage. Nein der Ärger hört auch nicht auf wenn Du "Herr Deiner selbst wirst", außer das Herr Deiner selbst werden bezieht sich auf die Kosequenz zu gehen. Weil dann hört der Ärger auf. Nur sind wir uns doch einig, dass nicht 75% einer Gemeinde gehen kann um keinen Ärger mehr zu haben oder?
Zuletzt geändert von mago am Dienstag 8. August 2006, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.

reniar

Beitrag von reniar » Dienstag 8. August 2006, 13:03

Lieber mago,

danke für den Tipp mit dem Button.
Wenn du gehst, hört der Ärger auf und die Trauer beginnt. Die Leidenskette ist schier unendlich. Und 75% einer Gemeinde gehen natürlich nicht, die bleiben da. Warum sollen also Leute wie du gehen? Nur um keinen Ärger mehr zu haben? Das glaub ich nicht. Ich glaube vielmehr, dass ihr gehen wollt, weil ihr das böse Gefühl und die Ohnmacht nicht mehr ertragen könnt, wenn ihr den Leuten begegnet, die eures Erachtens für alles Übel verantwortlich sind. Ich kann das verstehen, aber eine Gemeinde, die euch seit Jahren kennt, legt Wert auf euch, auch dann, wenn wie in der jetzigen Situation keiner mehr etwas wie Liebe und Zuneigung spürt. Halte durch.
reniar

selfmade
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Beitrag von selfmade » Dienstag 8. August 2006, 13:36

Quo vadis?

Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, daß ich dieses Forum seit
längerer Zeit beobachte und so langsam nicht mehr umhin komme mich nun auch aktiv in die Diskussion über den weiteren Werdegang unserer Glaubensgemeinschaft aktiv einzuschalten.
Primär möchte ich alle beteiligten Diskussionsteilnehmer(innen) auffordern, sich darum zu bemühen bei aller Emotion zur Sachlichkeit zurückzukehren, da uns ja offensichtlich ein Gedanke eint, nämlich der, daß Stabilität und Kontinuität Einzug halten möge um uns und unseren Glaubensgeschwistern die christliche Heimat zu erhalten.

Und schon bin ich mitten im Thema.

Ich denke, daß vor allem einmal klar definiert werden muß, was es ausmacht „apostolisch“ zu sein.
Eine Frage die mich mein Leben lang begleitet(e) und auf die ich eigentlich
immer nur schwammige Auskunft verleihen konnte. Meist habe ich auf Orientierung an der Urkirche, lebende Apostel hingewiesen, stets jedoch verbunden mit dem unmittelbaren Hinweis einer liberalen Ausprägung, um jeden Verdacht, daß es sich bei unserer Glaubensgemeinschaft um eine nebulöse Sekte handelt, im Keim zu ersticken.
Ich lese hier im Forum, daß wir uns als Gesandte verstehen können, das ein oder andere Mal wird auf die verschiedenen Sakramente hingewiesen, andere wiederum verweisen auf die blauen Bücher, aber faktisch kommen wir leider nicht zu einer umfassenden „Headline“.

Immer wieder gab und gibt es Diskussionsstoff über Inhalte der Glaubenslehre, die letztlich ihren Ursprung darin zu haben scheinen, daß es an einer begeisternden Definition mangelt.
Ich habe mit unterschiedlichsten Gemeindemitgliedern dieses Thema wieder und wieder besprochen. Feststellen konnte ich häufig ebenfalls Ratlosigkeit oder auch ähnlich meiner Aussage schwammige Erklärungsversuche.
Meine Beschreibung für mich ist folgende: Ich bin apostolisch, weil ich in diese Gemeinde hineingeboren bin. Hier bin ich bekannt, hier hat man mich aufgenommen.
Gerade in jungen Jahren als ich noch unsicher erste Schritte in die Gemeinde gesetzt habe, tat es mir gut, daß Menschen auf mich zu kamen, mich (auch) aufgrund meines Namens einzuordnen wußten und mich integriert haben. Hier herrschte nach meinem subjektiven Eindruck ein anderer, positiverer Ton vor, als in Schule und später im Beruf.

Ach ja. Wir sind ja zur Freiheit berufen. Was für eine Freiheit ist da gemeint?
Die Freiheit mir als mündiger Christ die Gottesdienst – Events herauszusuchen, von denen ich mir (hohen) Unterhaltungswert verspreche. Die Freiheit meine Apostel hart in der Kritik anzugehen, mich aber dagegen verwahre daß sie mir Orientierung geben in (heiklen) gesellschaftlichen Fragen?

Aber ich komme vom Thema ab.

Was ist für euch elementar und glaubt ihr (auch) durch eine markante Definition bereits einen wesentlichen Grundstein für eine zukunftsfähige apostolische
Gemeinschaft legen zu können?

selfmade

reniar

Auf der Lauer auf der Mauer

Beitrag von reniar » Dienstag 8. August 2006, 14:43

Lieber selfmade,

schön, dass du nach längerem Beobachten den Entschluss gefasst hast, aktiv einzusteigen. Ich setze erstmal voraus, dass es sich auch auszahlt, zumal dein Aufruf an alle Beteiligten, wieder zur sachlichen Emotionalität zurückzukehren lobenswert ist. Nach einem kleinen Abstecher in die Freiheit kommst du zurück zum Thema und fragst: "Was ist für euch elementar und glaubt ihr (auch) durch eine markante Definition bereits einen wesentlichen Grundstein für eine zukunftsfähige apostolische
Gemeinschaft legen zu können?
Ich frage mich, welche perspektivische Spitzfindigkeit steckt wohl hinter dem zweiten Teil deiner Frage. Sei doch bitte so nett und erläutere sie mir doch genauer; denn zunächst dachte ich als ich - markante Definition für eine zukunftsfähige VAG - las, an einen Werbesogan. In etwa wie: " Es gibt viel zu tun, packen wir es an." Aber das wirst du ja wohl nicht meinen.
Liebe Grüße
reniar[/quote]

happy hippo
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Beitrag von happy hippo » Dienstag 8. August 2006, 15:05

Hallo selfmade,

erstmal Herzliche Willkommen im Forum! :lol: :lol:

Ja, was macht Apostolische Gemeinschaft aus?

Wir haben natürlich eine Vergangenheit, die uns sehr prägt und die uns immer wieder behindert die Freiheit in JESUS zu erkennen und zu genießen. Wir haben ALLES von den Aposteln erwartet, auch von den anderen Amtsträgern. :oops:

Es ist aber so, daß wir selbst, jeder für sich die Verantwortung für seinen Glauben hat! :!:

Unter "Freiheit in JESU" verstehe ich dies: CHRISTUS starb für uns und deshalb sind wir frei!!! ER gibt den HEILIGEN GEIST. DER HEILIGE GEIST erfüllt uns.
Wenn wir an JESUS CHRISTUS glauben, dürfen wir Seine Freiheit haben, Vergebung erlangen.

Wir müssen an KEIN APOSTELAMT glauben, um Sündenvergebung zu erlangen. ER hat das Opfer gebracht.

Unsere Apostel lehren uns genau dies. :lol: :lol: :lol:

Empfang des HEILIGEN GEISTES könnte durch Handauflegung eines Apostels geschehen, muß aber nicht. Es kann auch ganz anders sein, siehe Bibel.

Du vermißt eine "Headline".

Ich glaube ich versteh´was Du meinst, wenn man sich die gesamte AG so wie sich darstellt, anschaut... :?

Trotzdem haben wir eine Orientierung, ein Leitbild und seit 2005 ist das neue Sakramentsverständnis offiziell. Das sagt doch schon ganz viel. :lol:

Natürlich ist es schwierig umzusetzen, wenn diejenigen die das gerne würden, ständig behindert werden, und dann noch von Leuten aus den eigenen Reihen.
:? :?
Aber es gibt auch anderes.

Es gibt doch so viele Geschwister die den Glauben wirklich ernst nehmen und JESUS nachfolgen. Über die freue ich mich und suche gern deren Nähe... :lol:

Gemeinsam Gemeinde JESU bauen, jeder nach seiner Gabe.

Apostolisch - Gesandt

Das sind wir doch!!!



Alles Liebe

hh

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Beitrag von selfmade » Dienstag 8. August 2006, 15:52

Lieber Rainer, liebe Regina

ich habe mit meinem eigenen schwammigen Definitionsversuch versucht –auch für mich - klar zu machen, was für mich das wichtigste am apostolisch sein bedeutet.
Ist es für mich wirklich fundamental, daß wir lebende Apostel haben?
Ist es wichtig mich als Gesandter zu empfinden?
Ist das Sakrament der heiligen Versiegelung unabdingbar?

Kurz: gibt es irgend etwas, außer dem von mir beschriebenem Gefühl, warum ich mich in diesem Kreis aufgehoben fühle, daß uns unterscheidet von unseren christlichen Wettbewerbern?

Gibt es irgend etwas dagegen einzuwenden, wenn ich am kommenden Sonntag –Ironiemodus an:
den Gottesdienst der katholischen Kirche besuche? Ironiemodus aus

Auch nach meiner Überzeugung können wir selbstverständlich als apostolische Christen keinerlei Exclusivansprüche anmelden, doch nach meiner festen Überzeugung bekommt unsere Glaubensgemeinschaft, wenn jetzt auch noch das Geborgenheitsgefühl wegbricht ohne eine deutliche Unterscheidung ein gewaltiges demographisches Problem und ist in ihrer Existenz bedroht.

selfmade

happy hippo
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Beitrag von happy hippo » Dienstag 8. August 2006, 17:47

Liebe(r) Selfmade,

ja, ich glaube tatsächlich, daß es in erster Linie unsere Herkunft ist, die vor allem die Gemeinde beisammen hält. Es sind die übernommenen Strukturen und auch Strukturen, die wir mittlerweile selbst verändert haben, vielleicht auch von anderen Gemeinschaften übernommen haben.
Denn wenn wir etwas Gutes von Anderen lernen können, warum sollten wir dies nicht auch bei uns übernehmen.

Es hat sich viel verändert in den 51 Jahren. Das ist auch gut so.

Der Glaube den wir haben, unterscheidet uns nicht unbedingt von anderen christlichen Gemeinschaften.

Ok. Adventisten haben ihren "Sabbat-Samstag" . Baptisten würden niemals Kinder taufen. Da gibt´s auch noch andere Gemeinschaften, die dies auch so halten. Es gibt charismatische Gemeinden und auch ganz ganz biedere, ernste, die zum Lachen in den Keller gehen.
Jede Gemeinde hat da so ihre eigenen Schwerpunkte und Besonderheiten.

Es gibt auch noch Gemeinden, die einfach irgendwo irgendwann in einem Wohnzimmer begannen. Dann wurde das Wohnzimmer zu eng, man traf sich im Café. Das wurde zu ungemütlich und war nicht sehr geeignet. Irgendwann mietete man sich einen kleinen Laden. Gemeinde ohne Namen. Praktizierende Christen.

Habe ich öfter schon gehört und gelesen.
Es gibt etliche Underground-Gemeinden, bspw. Jesus-freaks.

Mein Sohn würde nie in eine normale Kirche gehen, weil er alles so steif findet und die Lieder nicht verständlich sind und Orgelmusik sowieso nur für Urgroßmütter. Er fühlt sich dort wohl und kann sein Christ-sein dort oder sagen wir von dort aus leben. Da bekommt er die Kraft und Ermutigung über JESUS zu sprechen.

Ich hätte ihn zwar lieber in unserer Gemeinde, aber ich weiß, daß er nicht verloren ist, daß er JESUS gehört.

Ich finde es kommt auf die Gemeinde selbst an, ich meine jetzt auch unsere Gemeinden. Wenn es schöne ansprechende Gemeinden sind, die auch moderne Musik machen und wo die Jugendlichen selbst "wirklich zu Wort kommen", Gottesdienste mitgestalten usw. Dann können unsere Gemeinden auch Zukunft haben. Die Jugend ist die Zukunft.

Unsere Apostolische Gemeinde ist eine von Vielen, ein Teil der Gesamt-Gemeinde Christi.



---

Ist es für mich wichtig, daß wir lebende Apostel haben?

JA!!!

Sie leiten die Gemeinde und tragen den Namen JESU in sie hinein. Sie lehren uns JESUS CHRISTUS als unseren HERRN anzunehmen. Sie sind sehr bemüht darum, daß wir als apostolische Christen eine Beziehung zu CHRISTUS haben. Sie sind hier Brüder unter Brüdern oder Geschwistern und so voller Erkenntnis aus GOTT. Sie sorgen sich um jeden Einzelnen. Sie schaffen eine Verbindung zwischen CHRISTUS uns uns.
Sie lehren uns alles halten, was ER befohlen hat.


Ist es wichtig mich als Gesandter zu empfinden?

JA!!!

Das wollte JESUS so. Jeder Christ ist auch ein Gesandter des HERRN, der sich darum , kümmert Menschen zu CHRISTUS einzuladen.
Damit wir daran immer erinnert werden, haben wir den Namen "apostolisch". - So könnten wir es sehen. - Der Name "apostolisch" kommt eigentlich aus unserer Geschichte, noch damals als in England die ersten "Apostel" gerufen wurden.


Ist das Sakrament der Heiligen Versiegelung unabdingbar?

Ich find´s wichtig! - Du fragst nach dem SAKRAMENT. Das ist jetzt aber nicht gleichzusetzen mit dem Empfang HEILIGEN GEISTES.

Deswegen finde ich die Frage ein bißchen, na ja, sagen wir... kniffelig.

Die Versiegelung mit dem HEILIGEN GEIST ist natürlich unabdingbar.

Aber wie wir wissen, ist das Sache des HERRN selbst und nicht an ein Amt gebunden, auch nicht an einen Apostel und auch nicht an eine Handauflegung. Der HERR wird alle Seine Leute mit HEILIGEM GEIST ausrüsten.

Das Sakrament der Versiegelung beinhaltet folgenden Wortlaut:

"In dem Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes: der Herr, unser Gott, erfülle dich mit dem Heiligen Geist, mit dem er dich versiegelt hat, als du gläubig wurdest. Er erwecke in dir die Gaben des Geistes. Er schenke dir Erkenntnis seines Sohnes und Wachstum im Glauben nach dem Maß seiner Gnade."
Daran schließt sich der apostolische Segen an:
"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit dir! (oder "mit euch allen!)"

Dieses Sakrament unterscheidet uns von manchen anderen Gemeinschaften.

Aber wie gesagt, GOTT hat Seine Leute und der HEILIGE GEIST ist auch ohne dieses Sakrament tätig.

Ich find´s aber schön, daß wir den HEILIGEN GEIST auf diese Weise feiern dürfen und IHM Raum geben.


hh

reniar

was ist denn nun apostolisch?

Beitrag von reniar » Dienstag 8. August 2006, 18:58

Liebe Hap hip, lieber selfmade,

heute ist ein aktiver Tag, was die Teilnahme am Forum betrifft. Unsere Dreierkonferenz mit den drei unterschiedlichen Charakteren und Positionen dem Apostolischen Glauben gegenüber gefällt mir, was natürlich nicht bedeuten soll, andere ausschließen zu wollen. Im Gegenteil. Mir gefällt aber die Friedfertigkeit mit der wir reden.
Zum Thema. Wenn ich darüber nachdenke, was ist apostolisch?, dann fällt mir als erstes ein, die Geborgenheit in der ich dort heranwuchs. Es war eine große Familie, die alle von einer Sache überzeugt waren. Als ich die Kirche verließ, hatte sie ihre erste Bewährungsprobe, den ersten Zerreisstest zu bestehen. (Hatte natürlich nichts mit mir zu tun.) Es war die Auseinandersetzung Apostel Gaßmeyers mit einigen konservativen Kräften, die auf einer Spendung des Heiligen Geistes bestanden. (Ich hoffe, das in der Kürze richtig wiedergegeben zu haben)
Heute geht dieser Reformprozess wohl seinem Ende entgegen. Die Quäralen in einigen Gemeinden zeigen wohl auf, dass es nicht ohne Schmerzen passiert. Ich persönlich frage mich neuerdings, ob nicht der Verzicht dieses theologische Prinzip notwendig war, zumal - wenn ich recht erinnere - nur ein Apostel derjenige war, dessen Sendungsauftrag an dieser Stelle anders definiert war. Ein anderer Weg hätte sein können, den damals noch vorherrschenden Anspruch auf allein Seligmachung zu verringern. Ein theologisches Privileg wie dieses ist gleichsam auch ein spirituelles Instrument, auf das man tunlichst nicht freiwillig verzichten sollte, zumal es dem Wohl der Gläubigen dienen kann, wenn es in der Verbindung mit Gott richtig eingesetzt wird. Aber wie dem auch sei, geschehen ist geschehen. Und nun wird die Frage nach dem Was ungleich schwerer zu definieren sein, denn auch in anderen Kirchen ist ein liebevoller Umgang Usus. ich tue mich schwer, darauf eine Antwort zu finden.
reniar

WUPSDE33
Beiträge: 47
Registriert: Montag 24. April 2006, 20:22

ich will mitmachen

Beitrag von WUPSDE33 » Dienstag 8. August 2006, 20:07

hallo zusammen,

da möchte ich mich dann auch mal beteiligen.

ich selbst lese seit etwa jahresanfang im forum mit und habe dann mit der dürener geschichte auch mal angefangen, etwas zu schreiben.

das forum hat bei mir auf jedenfall bewirkt, dass ich mich intensiver damit beschäftige, was es für mich persönlich bedeutet, apostolisch zu sein. früher habe ich immer gesagt: das ist ein haufen echt netter leute, bei denen ich mich sauwohl fühle. mittlerweile hat sich dieser aspekt geändert in: die apostolische gemeinde ist mein zu hause(und ich fühle mich immer noch sauwohl :wink: ).

ich denke, dass es in erster linie wichtig ist, christ zu sein und ja, happy hippo, ich finde lebende apostel wichtig. die frage, die ich mir im moment versuche zu beantworten: gibt es nicht in anderen christlichen gemeinden auch apostel, nur dass die (vielleicht) nicht so heissen? ich meine was macht einen apostel aus? von gott bevollmächtigt und ausgestattet mit einem "bündel" diverser, besonderer gaben (qualität) in erklecklicher menge (quantität), das ist im moment meine antwort. mit der aufgabe versehen, die unsere gemeinde als ganzes zu leiten und die lehre "rein" zu halten. diese - meine - definition erhebt noch keinen anspruch auf vollständigkeit, ist für mich aber eine gute basis, die mir die apostel wichtig macht und die mich gut finden lässt, dass wir sie haben. sie schliesst aber nicht aus, dass apostel eben auch woanders gibt.

übrigens: da ich mich seit meiner geburt eigentlich immer sauwohl gefühlt habe in unserer gemeinde, habe ich auch nie wirklich über den tellerrand hinausgeschaut. ausser katholischen oder evangelischen gottesdiensten habe ich -glaube ich- nie andere erlebt. vielleicht gibt es irgenwo eine christliche glaubensrichtig in erreichbarer nähe, die das, was mich unseren glauben gut finden lässt, verkörpert und darüberhinaus das, was mir manchmal fehlt. mit letzterem meine ich insbesondere, dass oft nur schwer gelingt, jüngere menschen nicht nur bei der stange zu halten, sondern tatsächlich zu begeistern. und - wenn ich ehrlich bin - oft trifft das ja auch für ältere zu, die mangelnde begeisterung. vielleicht ein "geisteswehen" insgesamt in der gemeinde. persönlich habe ich es schon oft verspürt und davon erzählt, aber irgendwie vermisse ich da manchmal noch was.

bevor ich jetzt den faden verliere, höre ich erstmal auf.

happy hippo
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Beitrag von happy hippo » Dienstag 8. August 2006, 22:29

Ihr Lieben,

lieber WUPSDE33, ja ich bin auch Deiner Meinung, daß es woanders auch Apostel gibt, die aber andere Amtsbezeichnungen führen.
Auch sie haben die gleichen Aufgaben wie unsere Apostel, arbeiten nur halt in einer anderen Konfession. Die Hauptsache ist, daß sie für den HERRN arbeiten.

Ich habe mich in der Apostolischen Gemeinschaft auch immer sehr wohlgefühlt, wobei ich diese ja erst seit 1999 kenne, etwas intensiver seit 2003 und seit 2005 gehöre ich zur Gemeinde. Gern, sogar sehr gern!!!

Ich war neuap. und durfte seit einigen Jahren über den Tellerrand schauen. Seitdem weiß ich sicher, was ich vorher auch schon längst ahnte, daß woanders auch der HEILIGE GEIST wirkt und nicht nur in apostolischen Kreisen.

Aber ich denke auch, daß es nicht nur ums Wohlfühlen in der Gemeinde geht, sondern auch darum, das Evangelium weiterzusagen, Gäste einzuladen in unseren Gottesdienst, damit auch andere sich bei uns wohlfühlen in dem sie spüren, daß hier die LIEBE GOTTES ist und daß sie bei uns JESUS kennenlernen können, um von IHM gerettet zu werden.
Das, finde ich, ist im Wesentlichen unsere Aufgabe als Christen, sich "apostolisch" zu fühlen, gesandt zu Menschen, die den HERRN brauchen.


Rainer, ich denke nicht, daß es besser gewesen wäre, bei der "Spendung des Heiligen Geistes" durch die Apostel, zu bleiben. Es ist biblisch einfach nicht haltbar.
Ja, damals in der urchristlichen Gemeinde gab GOTT auch u.a. den GEIST unter Handauflegung eines Apostels, aber z.B. auch bei der Handauflegung des Ananias, als Saulus/Paulus den HEILIGEN GEIST empfing. Ananias war kein Apostel.
Außerdem... es ging und so ist es noch heute, auch ohne Handauflegung.

Das Sakrament der Versiegelung, so wie man es früher verstanden hatte, machte uns zur Exklusivgemeinde ohne die man nicht "in den Himmel" kommt.

Heute stehen wir Seite an Seite mit anderen Christen.
Wir sind nur eine Abteilung...

Wir laden auch zu anderen christlichen Gottesdiensten ein, wenn es sich ergibt, hauptsache die Menschen finden zu JESUS!!!

Insofern hast Du recht Rainer, wenn wir keine privilegierte Gemeinde sind, warum gibt es uns?

Ich finde, trotz oder grade wegen des anderen Versiegelungsverständnisses haben wir als Gemeinschaft unsere Daseinsberechtigung.
Wir erklären uns aus der gesamten apostolischen Geschichte, angefangen in England, einigen Wirren in Hamburg, über die NAK, die bei der alten Definition stehen geblieben ist ( nur durch Handauflegung eines lebendigen Apostels kann der Heilige Geist erlangt werden, Ausnahmen liegen in der Souverinität Gottes).

Mir gefällt bei uns in der Apostolischen Gemeinschaft dieser Dreiklang der Sakramente und wie diese gefeiert werden.

Ich finde schön, daß bei uns Kinder von gläubigen Eltern getauft werden können, aber nicht müssen.
Es gibt die Kindersegnung für Kinder deren Eltern die Taufe für einen späteren Zeitpunkt für richtig halten.
Wir haben die Entscheidungsfreiheit. Das finde ich gut!

Sehr in Ordnung finde ich auch, daß die "Versiegelung" erst ab dem Konfirmationsalter stattfindet, wo man schon ganz bewußt dem HERRN sein Leben übergibt.

Ich finde auch sehr gut, daß wir jeden Sonntag Abendmahl feiern und wie wir es tun.
Es gibt Gemeinschaften, die feiern nur alle paar Wochen Abendmahl. Das wäre mir viel zu wenig. Ich bin echt herzlich dankbar für diese Möglichkeit des Abendmahl feierns an jedem Sonntag.


Liebe Grüße

hh

reniar

Aus Wasser Wein

Beitrag von reniar » Mittwoch 9. August 2006, 14:55

Liebe Happy Hippo,

ich darf dich auf ein kleines Missverständnis hinweisen, dass zwischen uns entstanden ist.

Rainer, ich denke nicht, daß es besser gewesen wäre, bei der "Spendung des Heiligen Geistes" durch die Apostel, zu bleiben. Es ist biblisch einfach nicht haltbar.
Ja, damals in der urchristlichen Gemeinde gab GOTT auch u.a. den GEIST unter Handauflegung eines Apostels, aber z.B. auch bei der Handauflegung des Ananias, als Saulus/Paulus den HEILIGEN GEIST empfing. Ananias war kein Apostel.
Außerdem... es ging und so ist es noch heute, auch ohne Handauflegung.
Es ist richtig, wenn ein Apostel den heiligen Geist spendet und unter Umständen ebenso richtig wenn es ein Auserwählter tut. Aber wenn ein Apostel darauf verzichtet, was ist damit gewonnen? Er verzichtet auf einen erheblichen Teil seines Auftrages. Das Beispiel, dass du gibst, ist in diesem Sinne leider nicht zu gebrauchen.
Auch der Satz: Der heilige Geist weht wo er will, ist so entsetzlich weit interpretierbar, dass ihn Befürworter der Spendung als auch ihre Ablehner wunderbar gebrauchen können. Die theologische Diskussion von damals hätte man sich ersparen können.
Denn eines ist doch klar, solange kein Exklusivitätsanspruch aus der Spendung per Handauflegung abgeleitet wird, bleibt die Versiegelung inklusive Spendung eine heilge Handlung und wird kein Politikum. Wie schon gesagt, dass ohne äußere Not aus der Hand zu geben....? das holt man nie mehr zurück, und alle weiteren Maßnahmen das apostolische Glaubensgut zu reformieren, haben meines Wissens darauf aufgebaut.
Liebe Happy Hippo, bitte verzeih mir eine letzte Frechheit: Wenn es Jesus auf der Hochzeit zu Kanaan gelang, aus Wasser Wein zu machen, dann vollzogen die Menschen von damals das umgekehrte Wunder.
Liebe grüße
reniar
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