Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

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happy hippo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Montag 21. Oktober 2013, 19:41

Die obige Frage wurde vor über 7 Jahren hier gestellt.
Es gibt, o Wunder, die Apostolische Gemeinschaft immer noch.
Ich bin auf die nächsten 7 Jahre gespannt...

happy hippo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Montag 28. Oktober 2013, 03:58

Heute war wieder so ein Sonntag (na ja... gestern, ist halt schon spät...).
In unserer Gemeinde war kein Gottesdienst. Sehr sehr schade!!
Das passiert mir in der letzten Zeit einfach zu häufig, dass die Gottesdienste kurzerhand gestrichen werden, weil...
dass ich nicht lache... zu wenig Brüder da sind.
Zwei Gottesdienste im Monat in der eigenen Gemeinde ist mir zu wenig :!:
Im Angebot war heute ein Bezirksgottesdienst. D.h. im Klartext: doppelt so weit fahren. Kaum Parkplätze. Die Geschwister der eigenen Gemeinde sind dort kaum anzutreffen, weil sie es alle viel zu mühsam finden und lieber in der eigenen Gemeinde sind.
So geht es auch anderen Geschwistern aus anderen Gemeinden. Sie orientieren sich oft anders, eben in näher gelegene andere (nichtapostolische) Gemeinden. Die meisten aber bleiben einfach nur zuhause. Jedenfalls nehmen sie keine weiten Wege mehr in kauf. Das hat auch gute Gründe, wie ich finde.
Wir besuchen die Gottesdienste in weit näher gelegenen Gemeinden. Keine "Apostolische Gemeinde", versteht sich.
Es ist so traurig und müßte gar nicht sein.

Nicht dass wir nicht gern in außerapostolischen Gemeinden zu Besuch sind. Doch, aber am liebsten sind wir immer noch in der eigenen.

Jede Gemeinde kann und darf Gottesdienste gestalten, auch ohne "Brüder". Viele Gemeinden in vielen Bezirken tun das auch.
Ich finde, dass es sehr gut und gesund für eine Gemeinde sein kann, wenn sie selbst tätig wird, anstatt immer nur "bespaßt" zu werden, nach dem Motto:
"Vorne steht ja Einer, der macht das schon. Ich lehne mich lieber zurück."
Wir dürfen Alle den Heiligen Geist um Seine Wirksamkeit im Gottesdienst bitten. Wir werden IHN erleben. Wir haben IHN immer erlebt, in vielfältiger Weise. Wir brauchen keine Entertainer, die sich die Beine ausreißen und uns bepredigen.
Wir brauchen uns aber als Gemeinde :!: Wir können miteinander den HERRN loben und preisen. Wir beten füreinander. Bauen einander auf. Wir können singen. Wir lesen miteinander in der Bibel, legen aus, usw. usw. Wenn wir zusammenkommen, hat jeder etwas zum Mitbringen in diesen Gottesdienst.
Warum, warum und nochmals warum dürfen wir das so nicht leben :cry: :?:
Warum müssen wir in weit entfernte Gemeinden fahren, nur um uns hinzusetzen und den jeweiligen "Prediger" anzulächeln.
Das klingt jetzt vielleicht ein bißchen lieblos. Natürlich hat Gott uns immer etwas zu sagen. Und es ist auch durchaus schön, mit Geschwistern zusammen zu treffen, die man sonst nicht sieht!!! Keine Frage!

Aber das Eigentliche, das Leben und Erleben einer Gemeinde im Sinne von 1. Korinther 14 oder Kolosser 3,16 oder Apostelgeschichte 4, wo nach dem Gebet der Gemeinde sogar die Erde bebte, wird so nicht gefördert.

Sieht so unsere Zukunft aus, dass weiterhin ein Alleinunterhalter vorne stehen muss und alle anderen Geschwister wärmen nur den Stuhl?

War es nicht die Apostolische Gemeinschaft VAG, die ein ganz anderes Amts- und Sakramentsverständnis hervorgebracht hatte?
Genau deshalb sind wir doch hier in der VAG.
Es sollte doch keinen Unterschied mehr geben zwischen Klerus und normalen Christen. Wir unterscheiden uns nur durch die verschiedenen Gaben, die der Leib Christi als Glieder aufweist. So haben wir es gelernt, als wir in die Apostolische Gemeinschaft eintraten.
Wir sind alle mit dem Heiligen Geist "gesalbt".
Anfangs hatten wir bspw. erlebt, dass es den "offenen Altar" gab. Ganz normale Geschwister kamen nach vorn um zu predigen oder Zeugnis zu geben. Dies wurde gefördert. Damals.

Heute müssen wir erleben, dass uns die Gottesdienste gestrichen werden. Unglaublich sowas!!!
Wenn "Brüder" fehlen, heißt das nach dem VAG-Verständnis doch noch lange nicht, dass die Gemeinde nicht mehr "versorgt" werden kann...

Jetzt wo die Gemeinde sozusagen "auf sich gestellt" ist, jetzt und genau jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen. Jetzt wird es sich zeigen, ob wir "Leib Christi" sind oder nicht. Ich sage: "Wir sind es. Wir haben und leben engste Beziehung zu unserem Haupt JESUS CHRISTUS, deshalb sind wir immer auf IHN angewiesen und niemals allein."
Ich bin so sicher, dass die Gottesdienste an Gehalt gewinnen werden, wenn man die Geschwister machen läßt. In unserer Gemeinde auf jeden Fall! Da bin ich sicher!!!

Aber... das Ding ist künstlich konstruiert. Wir werden absichtlich wieder unterschieden in Klerus und Normalos. Dieser Unterschied wird wieder herausgearbeitet und uns wird wieder gesagt, ohne "Brüder" würde nun aber auch gar nichts gehen...

Das führt dazu, dass die Gemeinde, die ja seit zig Jahren sowieso schon gelernt hat, nur zu sitzen und außer zu singen, sich nicht am Gottesdienst zu beteiligen, dass sie die ersten zarten Versuche in eine andere Richtung schnell wieder verlernen wird. Es ist so unglaublich!!!

Jetzt wo die Geschwister mittlerweile merken, dass sie selbst wichtig sind und dass sie auch "geistlich" (verschiedene Geistesgaben wie z.B. in 1. Kor. 12 u. 14) sind und entsprechen auch handeln dürfen, da wird nun verstärkt auf die "Brüder" hingewiesen, die wir ja zu wenig hätten.

Wir erleben da grade einen großen Rückschritt.

Aber... was ich glaube ist das: Es geht nicht um die Brüder. Es geht nicht um die Geschwister. Es geht nicht um "Versorgung" der Gemeinden.
Es geht schlicht und einfach darum, die meisten Gemeinden des Bezirkes zu schließen.
Und in dem Zusammenhang passt es einfach am Besten, wenn man die schon gewonnenen neuen Erkenntnisse beiseite legt und die alten Traditionen wieder aufleben läßt. Das ist meine Version, meine Erklärung des Problems.
Verbessert mich, wenn ich hier falsch liege!! Ich wünschte, ich läge falsch!! Dennoch müsste eine Lösung her!

Es ist so traurig :!: Weil ich leider aus den oben erwähnten und vermuteten Gründen den Abschied aus der VAG für uns immer näher rücken sehe :cry:
Wie haben andere Bezirke diese Schwierigkeiten gelöst??
hh

pantalony
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von pantalony » Montag 28. Oktober 2013, 11:30

Lieber HH, wen ich dein Bericht lese dann frage ich mich ab ob die VAG überhaupt noch Aposteln braucht? Denn es geht doch auch ohne, oder?
Und so wie ich informiert bin hat sich Klaus Breuer auch selbständig gemacht und eine eigenen Gemeinde gegründet in der vormalige Kirche der VAG in Eschweiler.
LG, Pantalony.

happy hippo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Montag 28. Oktober 2013, 12:49

Hallo Pantalony,

wo habe ich denn etwas davon geschrieben, dass wir keine Apostel brauchen?

1. Korinther 12,27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.
28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.
29 Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter?
30 Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen?


happy hippo

christoph

Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von christoph » Montag 28. Oktober 2013, 18:47

Hallo hh,
Warum, warum und nochmals warum dürfen wir das so nicht leben
Mal eine Gegenfrage: wer verbietet euch das denn???

Aber, so wie ich Deine Schilderung lese, liegt das Problem ganz woanders. Moment, ich muss mich korrigieren: ich sehe mindestens ZWEI Probleme.

1. Ich kenne eure Verhältnisse vor Ort nicht, aber stell doch auch mal die Frage, WARUM zu wenig Brüder da sind. Und ich erweitere das jetzt mal im Sinne der natürlichen Gabenentwicklung: WARUM sind zu wenig Gaben da bzw. zu wenige, die bereit sind, ihre Gaben einzubringen? - Ich kenne aus den mir bekannten Bereichen einige Beispiele, die "die Flinte ins Korn geworfen" haben, weil ihnen ein lebendiges Dienen mit ihren Gaben von den Gemeinden bzw. einzelnen Interessenkreisen (so nenne ich das jetzt mal) einfach - und oft systematisch - verleidet wurde. Und rein aus Selbstschutz waren diese Mitarbeiter gezwungen, "den Staub von den Füßen zu schütteln" und sich woanders einzubringen.

2. Auch aus eigener Erfahrung: wenn es Einzelnen zu mühsam ist, einen weiteren Weg zu machen ... dann ist es denjenigen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu mühsam, sich in eine alternative Gottesdienstgestaltung einzubringen. Auch das ist ein persönlicher Erfahrungswert. Manchmal - aber nur manchmal - funktioniert es, aber erst dann, wenn es tatsächlich gar nicht anders mehr geht. Ansonsten sind auch wir Apostolen oft gefangen in unseren "volkskirchlichen Halbheiten", wie es ein Ausleger mal sehr treffend formuliert hat.

Und noch eins - ich war sehr überrascht, in dieser Form von Dir zu lesen. Ich vermute mal, dass Du einfach mal Dampf ablassen musstest, denn die Vorwürfe, die Du erhebst, sind schon nicht von schlechten Eltern.

Ansonsten nur der Hinweis: Gemeindeleitungskreis. Das KANN auch funktionieren. Alle Be-Gabten zusammen. Den Rahmen für eine alternative Zusammenkunft abstecken. Aufgaben verteilen. Füreinander beten. Und dann - MACHEN! Mit verschiedenen Schwerpunkten. Z.B. Gesang. Hintergrundinfos zu den LIedern. Einüben von neuen Liedern. Lobpreis. Z.B. Bibelstunde (interessant, aber schwierig - da prallen oft Welten aufeinander). Z.B. Gebetsstunde. Mit festen "Blöcken" und der Aufforderung, dass jeder überlegt, wofür er/sie danken kann oder bitten möchte oder eine Fürbitte sprechen möchte. Kann auch auf einem Blatt Papier sein, jemand anders trägt vor.

Ich weiß, das Rat-Schläge auch "Schläge" sind, aber versteh diese Hinweise bitte nicht so. Wie gesagt, ich kenne eure Situation vor Ort nicht. Eins sollte uns aber deutlich geworden sein: die heutigen Lebensumstände zwingen uns zu andauernden Entscheidungen, aktiv glauben zu wollen bzw. aktiv zu glauben. "Nur" mit regelmäßigen Besuchen in der Predigtstation mit integriertem Abendmahlsservice geht das nicht. Die Zeiten haben sich geändert / ändern sich, nur wir möchten alles so lassen, wie es einmal war. Das KANN nicht nur nicht funktionieren, das WIRD so nicht funktionieren. Und der Letzte macht das Licht aus ...

Passend das Textwort von gestern: Micha 6,8 (Schlachter 2000-Übersetzung)
Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?
Was gerne überlesen wird: Gott FORDERT. Schon mal so in einer Gemeinde gesagt? Dass Gott von uns etwas fordern könnte, kommt in den schon erwähnten volkskirchlichen Halbheiten nun wirklich nicht vor ...


LG

Christoph

happy hippo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Dienstag 29. Oktober 2013, 00:31

Lieber Christoph,

Danke, dass Du antwortest! Das tut gut.
Hallo hh,

"Warum, warum und nochmals warum dürfen wir das so nicht leben



Mal eine Gegenfrage: wer verbietet euch das denn???
Wenn ich das wüßte...

Es sind an den Gottesdiensten unserer Gemeinde sowieso nicht nur Amtsträger beteiligt. Das ist auch gut so. Wir haben nur noch einen Vorsteher. Der wäre sonst ganz alleine.
Immerhin, wir haben einen!!! Damit sind nicht alle Gemeinden gesegnet. Allerdings läuft altersmäßig grade der Countdown bei ihm. Wenn er in den Ruhestand geht, wird die Gemeinde geschlossen. Die Bestrebungen gehen dahin, die Gemeinde noch vorher zu schließen und nicht nur unsere.
Begründung: Keine Brüder.
Die Begründung wäre ja durchaus richtig, wenn man nach der alten Denke verfährt.
Heute... ist es doch in unserer Kirche tatsächlich kein Grund mehr, Gemeinden zusammen zu legen.
Auch wenn der Vorsteher mal ausfällt, wäre es gar kein Problem, Gottesdienst zu feiern und noch mehr Geschwister einzubinden, bzw. manches auch noch etwas anders zu gestalten. Es würde alles gehen. Und vor allem... wir könnten in der eigenen Gemeinde bleiben.

Deine Ratschläge finde ich übrigens sehr gut und betrachte sie ganz sicher nicht als "Schläge". Man kann schon einiges machen, auch mit ganz "normalen" Geschwistern. GOTT ist da! Wir sind ausgerüstet mit dem Heiligen Geist und können einander dienen. Dafür sind wir Gemeinde.
Dann fühlen sich auch Gäste bei uns wohl.
1. Ich kenne eure Verhältnisse vor Ort nicht, aber stell doch auch mal die Frage, WARUM zu wenig Brüder da sind. Und ich erweitere das jetzt mal im Sinne der natürlichen Gabenentwicklung: WARUM sind zu wenig Gaben da bzw. zu wenige, die bereit sind, ihre Gaben einzubringen? - Ich kenne aus den mir bekannten Bereichen einige Beispiele, die "die Flinte ins Korn geworfen" haben, weil ihnen ein lebendiges Dienen mit ihren Gaben von den Gemeinden bzw. einzelnen Interessenkreisen (so nenne ich das jetzt mal) einfach - und oft systematisch - verleidet wurde. Und rein aus Selbstschutz waren diese Mitarbeiter gezwungen, "den Staub von den Füßen zu schütteln" und sich woanders einzubringen.
:cry: Genauso ist das!!! Auch in unserem Umfeld. Die Liste derjenigen welche gegangen sind, bzw. gegangen wurden, kann ich noch um einige Namen verlängern.
Das ist eine wirklich traurige Situation.
Aber nichtsdestotrotz ist es nicht nötig, gleich 2 Gottesdienste zu streichen, bzw. Bezirksgottesdienste daraus zu machen.
In Gottesdiensten mit vielen Teilnehmern wird der alte Stil gefahren. Vorne passiert was und alle anderen schauen nur nach vorne, was denn da passiert.
"Selbstständige Gemeinden" sind im Grunde genommen gar nicht erwünscht. Ja oder :?:
"Selbstständige Gemeinden" kann man ja nicht aus dem Grund schließen, es gäbe keine Brüder. Was ist denn das für ein Grund?
2. Auch aus eigener Erfahrung: wenn es Einzelnen zu mühsam ist, einen weiteren Weg zu machen ... dann ist es denjenigen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu mühsam, sich in eine alternative Gottesdienstgestaltung einzubringen. Auch das ist ein persönlicher Erfahrungswert. Manchmal - aber nur manchmal - funktioniert es, aber erst dann, wenn es tatsächlich gar nicht anders mehr geht. Ansonsten sind auch wir Apostolen oft gefangen in unseren "volkskirchlichen Halbheiten", wie es ein Ausleger mal sehr treffend formuliert hat.
Das kann ich mir eigentlich eher nicht vorstellen. Die Geschwister sind am liebsten in der eigenen Gemeinde, nicht nur weil sie näher ist.
Alle 4 - 6 Wochen Bez.gottesdienst ist auch keine Tragik. Es gehen nie alle hin. Aber manche machen sich auch den Weg und es ist ist ja auch ganz schön, wenn es nicht zu oft stattfindet. Es stört einfach das Gemeindeleben. Das sage ich jetzt.
Wir Apostolen sind gefangen in unseren "volkskirchlichen Halbheiten". :lol: - Da ist in der Tat was dran.
Und noch eins - ich war sehr überrascht, in dieser Form von Dir zu lesen. Ich vermute mal, dass Du einfach mal Dampf ablassen musstest, denn die Vorwürfe, die Du erhebst, sind schon nicht von schlechten Eltern.
Christoph, es geht mir eigentlich nicht um "Vorwürfe" in dem Sinne oder um "Dampf ablassen". Das wäre mir zu wenig!! Es geht mir um die Zukunft.
Wohin gehen wir :?:

WER sind WIR? Wir Apostolischen? Mit welcher Berechtigung nennen wir uns APOSTOLISCH-GESANDT ?

Apostel Paulus gründete Gemeinden. - Wir schließen sie.
Schließen wir, weil wir wirklich keine Gottesdienste mehr feiern können?
Schließen wir, weil wir die ganze Geschichte nicht mehr finanzieren können? - Deshalb diverse "Ausreden" für die Geschwister von wegen "keine Brüder"?
Schließen wir, weil wir nicht mehr in die Welt hinein leuchten als das "Licht der Welt" und Jesus den Leuchter längst umgestoßen hat?

Oder leuchten wir noch vor den Leuten, dass die Menschen unsere guten Werke sehen und unseren Vater im Himmel dafür preisen?

happy hippo

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Dienstag 29. Oktober 2013, 01:01

Hallo Christoph und Alle,

ich melde mich einfach nochmal.

Mein Wunsch ist: Eine lebendige und selbstständige Gemeinde.
Wir waren auf bestem Weg dahin.
Und nun sollten wir uns wahrscheinlich auf den Tod dieser Gemeinde vorbereiten...
Unser Lokal ist auch nicht dazu angetan, Menschen anzulocken.
Wer investiert noch in unsere Zukunft?

Vielleicht sollten wir mal unsere Stühle raus stellen und 8) draußen auf dem Bügersteig Gottesdienst feiern :lol:
Wahrscheinlich werden wir dann zum ersten Mal bemerkt.
Ach Schade, dass mir das im Sommer nicht eingefallen ist. Das wärs doch :lol: :lol:
Wir müssen gesehen werden und JESUS muß bei uns erkannt werden :!:

Aber vielleicht ist ja alles zu spät :| :cry:
Ich geh jetzt lieber schlafen.
hh

christoph

Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von christoph » Dienstag 29. Oktober 2013, 12:36

Hallo happyhippo,
Mein Wunsch ist: Eine lebendige und selbstständige Gemeinde.
Das ist doch schon mal eine gute Grundvoraussetzung.

Die Frage ist: sieht das noch jemand außer Dir so?

Falls nicht: dann wird es unweigerlich so kommen, wie Du befürchtest.

Falls doch: dann sollten sich diejenigen, die so denken, zusammentun und deutlich machen, dass Gemeinde weiter bestehen soll. Und das "deutlich machen" gilt sowohl nach innen (den übrigen Geschwistern in der Gemeinde) als auch nach außen (Bezirksvorsteher / Apostel).

- Nach innen: findet euch zusammen. Erst in einem kleinen Kreis, der "harte Kern". Besprecht euch mit eurem Vorsteher. Dann zusammen mit der ganzen Gemeinde. Macht euer Anliegen klar. Fragt nach, bohrt nach, was den anderen Geschwistern die Möglichkeit "vor Ort" "wert" ist. Mit "wert" spiele ich nur indirekt die Frage der Finanzierung an, dazu gleich noch mehr. Wenn der "harte Kern" die Einzigen sind, denen eine Gemeinde vor Ort etwas wert ist (in dem Sinn, auch etwas dafür zu tun), dann habt ihr keine Chance.

- Nach außen: Sprecht mit dem "Klerus", wie Du es genannt hast. Diskutiert den Rahmen des Möglichen, auch und gerade des Finanziellen. Fragt nach, ob geschlossen werden soll und wenn ja, was die tatsächlichen Gründe dafür sind. Klärt, wie es weitergehen könnte. Signalisiert, dass ihr für ein "Weiter" einsteht.

- Was sicherlich die größte Aufgabe sein wird: das "Warum" klären. Warum soll noch eine Gemeinde bei euch vor Ort sein? Aus liebgewordener Tradition? Aus Bequemlichkeit? Aus Rücksichtnahme auf die älteren Geschwister? - In diesem Fall sind wir wieder bei den "volkskirchlichen Halbheiten". - Oder ist der Anspruch ein höherer? Weil dort Gott erlebt werden kann? Weil von der Gemeinde vor Ort Impulse ausgehen? Weil sich dort Menschen treffen, die mit Gott leben und ihren Gott feiern?
Warum soll Gemeinde vor Ort sein?
Warum soll Gemeinde sein?
Warum Gemeinde?

Das Letztgenannte ist DIE Frage, die geklärt werden muss. Siehe auch den folgenden Artikel aus dem HEROLD 9/2007, der mich damals sehr angesprochen hat:
http://www.herold.apostolisch.de/?q=node/93

Ich glaub', ich hab's schon einmal erwähnt: Apostel Baron sprach gerne von einem Gemeindeleiter aus der Schweiz (nicht apostolisch), dessen Gemeinde seit einigen Jahren ein ungeheures Wachstum zu verzeichnen hatte. Auf die Frage, was denn da passiert sei, was denn da offensichtlich anders gemacht wird als woanders, wo Gemeinden schrumpfen und sterben, antwortete dieser Leiter sinngemäß: "wir waren auch eine schrumpfende Gemeinde. Wir haben uns mit einigen Engagierten zusammengetan und haben ehrlich im Gebet immer wieder gefragt: HERR, was ist Dein Wille für diese Gemeinde? Immer wieder. Jahrelang. Und im Laufe der Zeit wurde uns deutlich, dass wir an den Rand der Gesellschaft gehen sollten. Zu den Obdachlosen, Drogenjunkies, Alkoholikern, usw. usf.. Das hat zunächst zu einer Spaltung geführt, manche konnten sich das nicht vorstellen. Der Rest hat es einfach gewagt und sich darauf eingelassen. Und heute müssen wir schon wieder umziehen, weil unsere Räumlichkeiten wieder zu klein geworden sind." Dieser Gemeindeleiter warnte ausdrücklich davor, das als eine Art Patentrezept zu sehen. Er hat die Erfahrung gemacht: wo wir uns auf IHN einlassen, IHN ehrlich und ergebnisoffen fragen, wo ER uns / die Gemeinde haben möchte, warum und wozu Gemeinde vor Ort da sein soll, UND bereit sind, auch ungewöhnliche Schritte zu gehen, da entsteht Segen.

Genug der Anekdote, die aber, finde ich, viel Wahrheit enthält. Ich persönlich habe bei der Einführung der natürlichen Gemeindeentwicklung lange Zeit ein Unbehagen empfunden und wusste nicht, warum. Mir ist es mittlerweile klar geworden: natürliche Gemeindeentwicklung kann nur dann greifen, wenn eine Gemeinde vorhanden ist. Nicht Gemeinde im Sinne von Ortsgemeinde - obwohl eine gewisse räumliche Nähe ganz entscheidend ist -, sondern Gemeinde im Sinne des o.a. HEROLD-Artikels. Im Sinne der Bibel. Im Sinne unseres HERRN. Und (Vorsicht: persönliche Meinung!) das ist das, was in der AG vielfach fehlt. Da ist die AG nicht allein, das geht vielen christlichen Gruppierungen so, aber das soll keine Entschuldigung sein. Und den Dreh zu bekommen, weg von der "volkskirchlichen Ortsgemeinde" hin zu einer Gemeinde in Christi Sinn - das ist in meinen Augen die wahre Herausforderung. Da können wir Menschen nur gewisse Rahmenbedingungen setzen, das muss ER tun.

Wer ist ein Christ? Was ist Gemeinde? Was ist Kirche? Einerseits Anspruch - andererseits Wirklichkeit. Welche Schritte können getan werden, um dem Anspruch besser zu genügen? - Das sind elementare Fragen, die geklärt werden müssen, um einer Gemeinde ein Fundament zu geben ... und natürlich Christus als Eckstein, an dem alles ausgerichtet werden muss.

Das waren jetzt viele Gedanken auf einmal, aber es lag mir gerade genau so auf dem Herzen. Und ich habe sie bewußt nicht per PN geschickt, sondern hier veröffentlicht, weil es Gedanken und Fragen sind, die zum Threadthema passen. Die christlichen Gemeinschaften stehen vor großen Herausforderungen, nicht nur die AG. Sich (wieder) mehr auf Christus, den Geist und die Bibel zu besinnen, ist eine Aufgabe, die bis zur "Basis" durchdringen muss, sonst ersticken wir in den Halbheiten, sonst sind / bleiben wir lau, und davor warnt uns unser HERR ausdrücklich.

LG

Christoph

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von jürgen eich » Mittwoch 30. Oktober 2013, 09:57

Ein herzliches "Grüß Gott" an aale Interessierten.
Ja, Quo vadis VAG?
Ich fühle mich da an Heinrich Heine erinnert:
Denk ich an die Gemeinde in der Nacht
bin ich um den Schlaf gebracht.

Woran liegt es?
Wir haben uns zu weit von unseren Wurzeln entfernt! Machen alles gleich! Haben weder positive noch negative Unterscheidungsmerkmale zu anderen. - Soll nicht heißen wir sollten einen Exklusivanspuch haben -.
Wo ist in unseren Gottesdiensten das Gebet " Herr komme bald ". Sicher, da war die Botschaft, die machte das schwierig. Aber apostolischer Grundwert war doch die Vorbereitung der Gemeinde auf die Wiederkunft Christi.
Heute haben wir vielleicht schöne Predigten, die Wiederkunft Christi kommt darin selten vor. Ja, wird sind gut evangelisch/protestantisch geworden.
Wachstum der Gemeinden? Wie?
Was wäre mit einem Gebetsgottesdienst im Monat. Wo es nur um das Gebet geht. Das Gebet um den heiligen Geist, das Gebet um Gemeindewachstum und das Gebet um die Wiederkunft Christi.
Ein Gottesdienst, in dem jedes Gemeindemitglied, das das Bedürfnis hat, diese Bitten vor Gott bringt.
Denke wir dran: was Ihr in meinem Namen erbittet wird Euch der Vater geben.
Behüte Euch Gott
Jürgen

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Donnerstag 31. Oktober 2013, 01:52

Lieber Christoph,

vielen vielen Dank für Deine Zeilen!

Beim "Deutlichmachen" simma dabei. Zumindest schon mal nach innen. Nach außen sind wir wohl eher eine lächerliche Nummer.
Dazu kommt (wir blenden es schon immer aus), dass unser Lokal vor Ort nicht mehr o.k. ist, gar nicht mehr. Davon müssen wir uns auf jeden Fall trennen. Das heißt dann aber ganz sicher, dass es kein anderes geben wird.
Wir haben schon geschaut, was es noch gibt zu mieten oder untermieten. Aber WER, wenn nicht die Kirche kann für eine Gemeinde etwas anmieten? Privat geht das ja wohl nicht. Es kann ja kein Einzelner die Verantwortung dafür übernehmen. Und wenn, dann wäre es ja schon eine Spaltung. Sowas geht natürlich nicht.
Bleibt noch: ein Hauskreis. Wir würden unser Haus sofort öffnen, aber wir wohnen ca. 30 km von den anderen Geschw. entfernt, mehr oder weniger. Das ist eindeutig zu weit.
- Was sicherlich die größte Aufgabe sein wird: das "Warum" klären. Warum soll noch eine Gemeinde bei euch vor Ort sein? Aus liebgewordener Tradition? Aus Bequemlichkeit? Aus Rücksichtnahme auf die älteren Geschwister? - In diesem Fall sind wir wieder bei den "volkskirchlichen Halbheiten". - Oder ist der Anspruch ein höherer? Weil dort Gott erlebt werden kann? Weil von der Gemeinde vor Ort Impulse ausgehen? Weil sich dort Menschen treffen, die mit Gott leben und ihren Gott feiern?
Warum soll Gemeinde vor Ort sein?
Warum soll Gemeinde sein?
Warum Gemeinde?
Ja Christoph, das ist in der Tat die Frage aller Fragen :!:
Die treibt mich um.
An der Stelle kommt mir immer die Sache mit dem Leuchter in den Sinn...

Gemeinde ist ja in gewissem Sinne eine Konstruktion, Kultur, Tradition.
Aber sind wir noch Leuchter für die Menschen, so wie Du auch schriebst??
Sicher als Einzelpersonen. Aber in der Gesamtheit einer Gemeinde?
Ich weiß es nicht. Manchmal denke ich, wir könnten´s sein.
Aber... an dieser Örtlichkeit? - Hm.
Wenn wir da mal ausziehen, wird uns vermutlich Niemand vermissen.

Was will Jesus von uns?
Will ER noch was von uns?

LG
hh

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Donnerstag 31. Oktober 2013, 01:59

Lieber Jürgen,

ich freue mich, dass Du Dich auch hier wieder gemeldet hast!
Laß mich Dir morgen Abend oder Nacht antworten.
Ich schaff es einfach zeitlich nicht mehr.

Sei ganz lieb gegrüßt!
happyhippo

zimbo
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von zimbo » Samstag 2. November 2013, 11:13

Heilungsgottesdienste in der Apostolischen Gemeinde Düren?
Auf der Terminvorschau der Gemeinde Düren fand ich den Hinweis, dass in der Zeit vom 04.-09.11.2013 in der Gemeinde Düren Heilungsgottesdienste stattfinden. Ich kenne solche Veranstaltungen nur aus den Medien, dort jedoch sehr aufreisserich dargestellt. Wie kann ich mir einen Heilungsgottesdienst in der Apostolischen Gemeinschaft vorstellen?

Gruß Zimbo
_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Ich gedenke, wenn Gott mich im Gericht nach meinem Schriftverständnis befragt, mich nicht auf interpretierende Menschenworte zu berufen, sondern auf ihn selbst. Das hast du, Gott gesagt, und das habe ich gepredigt. (Theo Lehmann)

pantalony
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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von pantalony » Samstag 2. November 2013, 11:27

Nichts ist unmöglich.......
auf glaubensforum24 ist ein bericht zu lesen;

@All,
Der nächste Spaltung hat sich angekündigt, auch der VAG ist infiziert mit das NAK-Virus.
Nach mehrder Jahren mobbing und Unfriede in der Gemeinschaft hat der Vorsteher der Apostolische Gemeinde Übach Palenberg, Klaus Breuer, sein Amt zurück gegeben.
Klaus Breuer war in verschiedene Apostolische Gemeinde nicht willkommen.
Jets hat er sich selbständig gemacht und eine eigene neue Gemeinde gegründet in Eschweiler in das vormalige Gebäude der VAG.
Grüße, Simson.

http://forum.glaubensforum24.de/viewtop ... =20&t=2088

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Samstag 2. November 2013, 14:45

Lieber Zimbo,

diese Heilungsgottesdienste gibt es seit einiger Zeit in unserer Kirche in Düren.
Veranstalter dieser Gottesdienste ist das "Christuszentrum Düren"

http://www.christuszentrumdueren.de/

Find´ ich übrigens klasse!

hh

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Re: Quo Vadis Apostolische Gemeinschaft e.V. ?

Beitrag von happy hippo » Samstag 2. November 2013, 15:27

pantalony hat geschrieben:Nichts ist unmöglich.......
auf glaubensforum24 ist ein bericht zu lesen;

@All,
Der nächste Spaltung hat sich angekündigt, auch der VAG ist infiziert mit das NAK-Virus.
Nach mehrder Jahren mobbing und Unfriede in der Gemeinschaft hat der Vorsteher der Apostolische Gemeinde Übach Palenberg, Klaus Breuer, sein Amt zurück gegeben.
Klaus Breuer war in verschiedene Apostolische Gemeinde nicht willkommen.
Jets hat er sich selbständig gemacht und eine eigene neue Gemeinde gegründet in Eschweiler in das vormalige Gebäude der VAG.
Grüße, Simson.

http://forum.glaubensforum24.de/viewtop ... =20&t=2088
Sehr nobel von der VAG, dass sie ihm und den Gemeindemitgliedern das Gebäude überlassen hat.
Ganz im Gegenteil zur NAK damals vor fast 60 Jahren.

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