Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

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Matthias80
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Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von Matthias80 » Samstag 29. November 2008, 16:57

Hallo!

Ich bin jetzt seit nunmehr als zwei Jahren wiedergeborener Christ. Die Konfession spielt für mich keine Rolle. Mir ist nur wichtig, dass das was ich glaube auch in der Bibel steht.

Die Frage die sich innerhalb von zwei Jahren sich mir immer wieder gestellt hat ist:

"Was erfüllt die Gemeinde hier auf der Erde für einen Zweck?"
Oder um die Frage vielleicht noch präziser zu stellen:
"Warum wurde ich nach meiner Bekehrung nicht entrückt?"

Mittlerweile kann ich die zweite Frage beantworten.
Weil Gott einen Plan mit jedem von uns hat!

Die erste Frage ist eigentlich auch sehr einfach zu beantworten:
Die Gemeinde soll Licht und Salz dieser Erde sein!

Okay, okay!

Was genau bedeutet jetzt für mich Licht und Salz und welchen Plan hat Gott mit mir/uns?

Jesus hat in den drei Jahren seines Dienstes Jünger gemacht. Im heutigen deutsch würden wir nicht mehr Jünger sagen, sondern Schüler.

Er bildete also Schüler aus. Die Bibel beschreibt, dass es mehr als zwölf Schüler waren.
Er lehrte sie über das Reich Gottes und bestätigte Sein Wort mit den Zeichen des Reiches. Weckte Tote auf, heilte die Kranken, machte Blinde wieder sehend, reinigte die Leprakranken und predigte das Evangelium von dem Reich.

Die Schüler von Jesus waren immer Hautnah dabei und als Jesus sie mit Seiner Vollmacht ausstattete und 82 Schüler ins Praktikum schickte (erst die 12 und dann 70 weitere), befahl Er ihnen die Selben Dinge zutun, die Er ihnen schon vorher die ganze Zeit demonstriert hatte!
Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es!


Als die Schüler nach einiger Zeit wiederkamen waren sie verwundert und freuten sich wie Schneekönige, dass selbst die Dämonen auf ihre Befehle hören mussten!
In ihrer Euphorie musste sie Jesus beruhigen und sagte ihnen, dass es ganz normal sei (umgangssprachlich ausgedrückt) und dass sie sich lieber darüber freuen sollten, dass sie im Buch des Lebens geschrieben stehen, als dass irgend ein Parasit von Dämon auf sie hören muss.

Drei Jahre bildete Jesus seine Schüler aus.
Dann ließ Er sich hinrichten und brach innerhalb von 3 Tagen die GANZE Macht des Feindes und erwachte zu neuem Leben und fuhr zum Himmel auf.

Doch vorher sprach Er noch sehr bedeutende, wichtige und richtungsweisende Worte zu Seiner Gemeinde (seine Schüler):
Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.


Dann fuhr der Herr in den Himmel und nun sitzt Er in Herrlichkeit auf dem Thron! Halleluja!

An Pfingsten sandte der Herr uns den Heiligen Geist durch den wir genau das empfangen haben, was die Gemeinde als Rüstzeug braucht um diesen Auftrag zu erfüllen.

Petrus und Co sind nun aber schon vor einigen Jahrhunderte nach Hause zu Jesus gegangen. Sie haben den guten Kampf des Glaubens beendet und sind nun wie eine Wolke von Zeugen um uns herum um uns die wir den guten Kampf des Glaubens noch kämpfen müssen anzufeuern.

Das bedeutet, dass nun wir, die wir uns zu Jesus zugehörig fühlen am Ball sind.

Die Frage ist nur:
Bist du ein "Fan" von Jesus oder bist du ein Jünger/Schüler?
Viele Menschen nennen sich Christen aber es hat nie ein Herrschaftswechsel bei ihnen stattgefunden. Sie selbst sind immer noch eigener Herr ihres Lebens und nicht Jesus.
Sie gehen jeden Sonntag in den Gottesdienst, beten jeden Tag fromme Gebete und sind durch und durch "christlich sozialisiert". Aber ihr Leben haben sie nie aus der Hand gegeben und alles dreht sich immer noch um sie selbst in ihrem Leben und nicht um Jesus.

Alles fängt damit an, dass ich anerkenne, dass Jesus für mich gestorben und auferstanden ist. Dass ich glaube, dass Er meine Sünde am Kreuz getragen hat und ich nun heilig und gerecht vor dem Thron Gottes kommen darf.

Aber dort hört es nicht auf. Nicht mehr ich bin Chef, sondern Jesus alleine.
Er ist nun mein Lehrer und ich bin Sein Schüler.

Ich entscheide mich dazu Ihm und Seinem Wort bedingungslos gehorsam zu sein (das ist das was einen Schüler ausmacht).
Und genau so vollzieht sich der Herrschaftswechsel und die Wiedergeburt.

Während dieses Prozesses lasse ich mich taufen und empfangen den Heiligen Geist, welcher uns gegeben wurde, damit wir zum Dienst an Gott gesalbt und versiegelt werden.

Somit sind wir keine aussenstehenden Fans mehr sondern Schüler von Jesus.

Gott lehrt und bevollmächtigt uns also damals wie heute Seine Gemeinde damit sie Seine Werke tun können und sollen.

Die Gemeinde ist also dazu da die Welt zu erreichen mit dem Licht der Welt, das Jesus ist. Wir wurden von Ihm befähigt und beauftragt Sein Evangelium der ganzen Schöpfung zu predigen und Er bestätigt dies mit Zeichen des Reiches, in dem Er die Kranken heilt, tote aufweckt, wir durch Ihn prophetisch reden, usw.

Es ist somit die heilige Pflicht und Aufgabe diese Dinge für Gott zutun

Um es nochmal in einen Satz zu packen:
Wir sind dazu beauftragt neue Schüler hervorzubringen, welche ebenfalls befähigt werden neue Schüler für Jesus hervorzubringen.

Das ist der Auftrag der Gemeinde.

Die allsonntäglichen Gottesdienste und Versammlungen dienen eigentlich nur zur Zurüstung, Heilung und Befähigung in unseren Dienst zu kommen.

Jeder von uns hat eine pers. Berufung von Gott. Und der Wille Gottes ist, dass jeder von uns Seine Berufung auch lebt. Das ist der Grund, warum wir nicht kurz nach unserer Bekehrung in den Himmel entrückt wurden.

Es gibt noch viel zutun und in dieser Welt gibt es noch eine Menge Menschen, die unwissentlich verrecken und geradewegs auf ihren ewigen Tod zusteuern! Es sollte uns nicht egals sein!!!

Ich habe hier nochmal die Videos von Christen, die schon aktiv ihre Berufung leben. Lass dich inspirieren und frage den Vater was Er für dich pers. hat. Was deine Berufung ist.

Summer2GO 1

Summer2Go 2

October2GO

Liebe Grüße und Gottes fetten Segen
Matthias
Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Gal 2, 20 Schlachter 2000

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Matthias80
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von Matthias80 » Samstag 29. November 2008, 17:04

Dazu möchte ich noch ein Gleichnis von Jesus einbringen:
14 Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab. 15 Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft1, und er reiste sogleich ab.

16 Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente. 17 Und ebenso der, welcher die zwei Talente [empfangen hatte], auch er gewann zwei weitere. 18 Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.

19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. 20 Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.
21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!

22 Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen.
23 Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!

24 Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, daß du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; 25 und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine!

26 Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wußtest du, daß ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? 27 Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten. 28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! 29 Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluß hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. 30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

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werwolf
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von werwolf » Samstag 29. November 2008, 17:21

Lieber Matthias,

geht es auch weniger schwülstig ?

LG
werwolf
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herold
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von herold » Samstag 29. November 2008, 20:30

Lieber werwolf,

geht auch ein bisschen weniger Nörgeln? :-)
Ein -zu wenig- an Begeisterung aus der jungen Generation gibt es doch schon genug.

Ein gutes Maß an Begeisterung ist doch eine schöne Abwechslung.
Danke, Matthias80!

Ein Gruß vom Herold

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Edith
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von Edith » Samstag 20. Dezember 2008, 00:54

Hallo Matthias,

nach vielen Monaten mal wieder im Forum, lese ich als zweites deinen Beitrag und möchte einfach nur Danke! sagen.
Du hast einen wesentlichen Punkt und Aufgabe des Daseins als Christ aufgezeigt und ich gebe dir auch recht, dass es hier noch viel zu tun gibt.
Also nicht aufgeben, weitermachen, auch wenn es manchmal nicht allen gefällt.
Jesus selbst war jemand, der den Menschen zu seiner Zeit - und auch heute noch durch den Heiligen Geist- unangenehme Wahrheiten gesagt hat.
Warum sollen wir denn mit dieser "guten" Tradition brechen? ;-)

Erinnert mich irgendwie an den "Rufer in der Wüste" ;-).

Lieben Gruß

Edith

PS: (Römer 12, 12) "Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet."
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von happy hippo » Mittwoch 18. Mai 2011, 03:53

Hallo,

habe diese Seite erst vorhin gelesen, obwohl sie ja schon soooo lange hier drin ist.

Ich antworte mal so:

http://www.youtube.com/watch?v=MqYuBfg20Tc

Hm, ich hatte noch eins. Ist aber wieder abhanden gekommen...

Gottes Segen Euch!

hh

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Edith
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von Edith » Freitag 20. Mai 2011, 16:29

Hallo hh,

ich glaube ich versteh deinen Beitrag nicht wirklich:
The Golden Gate Quartet - Hush ????

Kannst du mich "aufklären"??

LG

Edith
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von happy hippo » Samstag 21. Mai 2011, 01:29

http://de.babelfish.yahoo.com/translate ... entree_ff1

Liebe Edith,
vielleicht bringt obiger Link ein wenig Erhellung.
Die Übersetzung ist ein wenig holperig, aber man kann es schon verstehen.

Eigentlich wollte ich danach noch ein zweites Lied anfügen, was dann auch gut zusammen gepasst hätte.
Aber ich fand es nicht mehr wieder und später hatte ich auch keine Zeit mehr zum Suchen.

Ein gesegnetes Wochenende!
happy hippo

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Edith
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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von Edith » Samstag 21. Mai 2011, 10:39

Liebe hh,

okay, jetzt verstehe ichs.

Die Übersetzung ist wirklich "grauslich". Ich habs dann doch lieber auf englisch gelesen ;-)).
Den Ruf von Jesus hören, ihm folgen und mein Leben gemäß dieses Rufes leben. Richtig?

Wie ist das heute?

Frage ich nach dem Ruf von Jesus in meinem Leben? WILL ich ihn überhaupt hören?

Was tue ich, wenn ich ihn gehört habe? Gehe ich so bereitwillig mit, wie die Jünger damals, oder finde ich Ausreden?

Wir sind groß im Ausreden finden, Kompromisse eingehen und Umwege gehen (weil der direkte Weg zu steinig ist).

Ich stelle fest, dass es mich "krank" macht, wenn ich genau weiß was Jesus von mir will, aber ich das nicht tue, oder glaube es nicht tun zu können.
Kann es sein, dass dieses "krank sein" nicht nur mich betrifft, sondern ein Phänomen in der gesamten "Christenheit" ist?

Lasst uns darum beten, dass alle die der Ruf von Jesus Christus erreicht, IHM nachfolgen, von IHM lernen und SEIN Evangelium weitersagen!!

Das beginnt in der kleinsten Zelle des Lebens: Bei uns zuhause und in den Gemeinden:

„Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet; daß, wie ich euch geliebt
habe, auch ihr einander liebet.“
„Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe
untereinander habt.“
(Johannes 13,34-35)

Gott segne dich und behüte dich.

Edith
GOTT weiß wofür es gut ist

christoph

Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von christoph » Sonntag 22. Mai 2011, 21:34

Hallo Edith,

was Du beschreibst, ist sicherlich ein Phänomen der gesamten Christenheit.

Wir leben in einem Spannungsbogen zwischen menschlicher "alter" Natur und geistlicher "neuer" Natur. Das wird wohl ein Ringen um die Vorherrschaft in uns bleiben, bis ... ja, bis das Natürliche aufgehört hat.

Noch ein anderer Aspekt, den Du aufgegriffen hast: die Frage nach dem Ruf von Jesus in meinem Leben. - Kann es sein, dass wir diesen Ruf deswegen oft nicht vernehmen, weil uns eine wichtige Voraussetzung fehlt? Nämlich das, was ER sagt, auch wirklich zu tun??

In der Bibel ist es überwiegend so: wo Gott spricht, will ER etwas von dem Angesprochenen. Und ER spricht oft erst dann zu den Menschen, wenn diese IHM vertrauen und IHM zu gehorchen bereit sind. Nicht umgekehrt! Hier geht es um die grundsätzliche Bereitschaft ... auch wenn der konkrete Auftrag dann eher für Widerspruch sorgt (Mose, Jona, Jeremia). - Woran wir heute den Unterschied zwischen "Christen-Tum" und "Christ-Sein" festmachen können, ist diese grundsätzliche Bereitschaft, IHM zu gehorchen ... und wenn ER zu uns spricht, auf welche Art und Weise auch immer, und wir wundern uns über das, was ER mit uns vorhat (weil es vielleicht unseren Vorstellungen nicht entspricht), dann ist dies der zweite Schritt. Auf die grundsätzliche Bereitschaft zum Gehorsam folgt der konkrete Gehorsamsschritt.

An mir selbst erlebe ich immer wieder, dass diese grundsätzliche Bereitschaft zum Gehorsam leider oft Mangelware ist. Zu sehr habe ich eigene Vorstellungen, die Gott ruhig noch ein bisschen anpassen darf ... aber nicht umgekehrt. Ich wünsche uns allen den Mut, das "traditionelle" Christentum hinter uns zu lassen, und wirklich Christen SEIN zu können ... Menschen, die sich von IHM haben erretten UND verwandeln lassen und jetzt in allem IHM vertrauen, und wenn das Leben noch so merkwürdige Wendungen nimmt.

Christoph

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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von happy hippo » Montag 23. Mai 2011, 02:20

Liebe Edith,
ich freue mich sehr, wieder von Dir zu lesen und drück Dich erst mal ganz doll!

Lieber Christoph, natürlich freue ich mich genauso, wenn ich von Dir lese!

Du schreibst:
In der Bibel ist es überwiegend so: wo Gott spricht, will ER etwas von dem Angesprochenen. Und ER spricht oft erst dann zu den Menschen, wenn diese IHM vertrauen und IHM zu gehorchen bereit sind. Nicht umgekehrt! Hier geht es um die grundsätzliche Bereitschaft ... auch wenn der konkrete Auftrag dann eher für Widerspruch sorgt (Mose, Jona, Jeremia). - Woran wir heute den Unterschied zwischen "Christen-Tum" und "Christ-Sein" festmachen können, ist diese grundsätzliche Bereitschaft, IHM zu gehorchen ... und wenn ER zu uns spricht, auf welche Art und Weise auch immer, und wir wundern uns über das, was ER mit uns vorhat (weil es vielleicht unseren Vorstellungen nicht entspricht), dann ist dies der zweite Schritt. Auf die grundsätzliche Bereitschaft zum Gehorsam folgt der konkrete Gehorsamsschritt.
Ich glaube allerdings auch, dass ER es ist, der das Vertrauen zu IHM bewirkt und den Gehorsam. Ich weiß nicht, ob das aus uns heraus, aus dem Mensch sein an sich, möglich ist. (Na ja, die altbekannte Frage eben).

Heute morgen fiel unser Gemeindegottesdienst aus, weil wir mit der Gemeinde schon am Samstag zu einem Hochzeitsgottesdienst zusammen waren. So besuchten wir den Godi in der Gemeinde unseres Sohnes. Was wir nicht wussten, dieser wäre beinahe ausgefallen, weil die jkd eigentlich ihren Gottesdienst mit dem der Heilsarmee der Stadt zusammenlegen wollte. Aber da in diesem Monat schon einmal Godi-Ausfall war an diesem Ort (wegen Gemeindefreizeit), wollte der Pastor nicht wieder ausfallen lassen und wir kamen dann also in den Genuß dieses Gottesdienstes. PREIS DEM HERRN :!:
Es ging genau um dieses Thema.

Der Pastor sagte u.a. etwas sehr Interessantes. Man liest in christlichen Zeitungen meist davon, wie man den "Glauben" in sein Leben integrieren könnte. Dabei sollte es doch umgekehrt sein. Wie können wir aus dem "Glauben" heraus LEBEN?
Es kann ja nicht sein, dass JESUS für uns passend gemacht werden muss, damit er in unser Leben hineinpasst, damit möglichst keine Veränderung in unser Leben kommt. Das Gegenteil ist der Fall. Wir müssen uns von JESUS so radikal ändern lassen, dass ER unser LEBEN ausmacht, dass wir SEIN LEBEN leben.

Er sprach dazu auch über Joh 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Zuerst ist also "Sterben" angesagt. Ohne "Sterben" gibt es kein CHRISTSEIN.
So etwa, Sinn gemäß, waren die Ausführungen des Pastors Ralf.

Mein Mann und ich wurden genau von diesem Wort besonders angesprochen. Es war GEGENWART GOTTES PUR.
Es ist uns schon etwas anders geworden unter diesem Wort und wir sind "gespannt" auf GOTT...
Weil... immer wenn wir mal in dieser Gemeinde waren (schon mal Freitag abends zum Godi oder in der Bibelstunde) und Pastor Ralf kam mit so besonderen Sachen, dann passierte immer etwas Besonderes oder es war schon vorher etwas geschehen, was einer Antwort oder Entscheidung bedurfte. Ralf, der von nichts wusste, kam und umbetete alles Das mit uns, worüber er gar nichts wissen konnte...
Ist schon krass, wie GOTT das so macht.

Alles Liebe Euch! Eine schöne und gesegnete Woche!
happy hippo

christoph

Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von christoph » Dienstag 24. Mai 2011, 10:04

Hallo hh,

super-Bild: nicht den Glauben in das Leben integrieren, sondern umgekehrt ... genau das ist es: IHN zur Nummer 1 unseres Lebens machen, aus IHM heraus (und nicht nur irgendwie mit IHM) leben ... Verwandlung statt Veränderung ... Christus leben statt Glauben praktizieren ...

So weit die Theorie.

Und die Praxis?

Diese Frage muss ich bei mir leider offen lassen ...

Gruß

Christoph

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Re: Bist du nur Fan von Jesus oder bist du schon Sein Schüler?

Beitrag von happy hippo » Dienstag 24. Mai 2011, 23:04

Frag mich mal Christoph!
Wie sieht es bei mir aus?
Da hat es mit dem Sterben noch nicht so geklappt...

Wenn ich mir diese Videos so anschaue, dann weiß ich, dass diese jungen Menschen genau das Richtige tun, in JESU NAMEN unterwegs zu sein:

http://www.youtube.com/netzwerkc?gl=DE& ... qD1QLHMaGA

usw.

Sie lassen sich auf JESUS ein, auf Sein Versprechen, den Heiligen Geist zu senden und dürfen IHN also auch erleben.

"Wenn ihr Glauben habt, wie ein Senfkorn..."

Ich sehe, dass ich nicht mal einen so kleinen Glauben habe.

Wie kann mein Glaube wachsen :?:


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