Die Entweltlichung der Kirche

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dp
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Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von dp » Montag 26. September 2011, 21:55

Am 25. September 2011 hielt Prof. Dr. J. Ratzinger, der als Bischof von Rom fungiert, im Konzerthaus in Freiburg im Breisgau eine bemerkenswerte Rede, die in der Presse nachzulesen war.
Die wahrhaft radikalen Inhalte seiner Aussagen können als Aufruf zur Rückbesinnung auf die eigentliche Bedeutung des christlichen Glaubens verstanden werden.
Hier einige der Aussagen als Kurzzitate und Anregung, die gesamte Rede zu lesen:
"Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von der Weltlichkeit der Welt zu lösen."
"[mit der Entweltlichung]... teilte die Kirche das Schicksal des Stammes Levi, der nach dem Bericht des Alten Testamentes als einziger Stamm in Israel keine eigenes Erbland besaß, sondern allein Gott selbst, sein Wort und seine Zeichen als seinen Losanspruch gezogen hatte."
"Vielmehr gilt es, jede blosse Taktik abzulegen und nach der totalen Redlichkeit zu suchen, die nichts von der Wahrheit unseres Heute ausklammert oder verdrängt, sondern ganz im Heute den Glauben vollzieht ..."
"Der christliche Glaube ist für den Menschen allezeit, nicht erst in unserer Zeit, ein Skandal."

happy hippo
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Re: Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von happy hippo » Mittwoch 12. Oktober 2011, 21:11

Die Entweltlichung der Kirche
Oder doch lieber umgekehrt?

http://www.glaube-am-montag.net/index.php?node=3

christoph

Re: Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von christoph » Donnerstag 13. Oktober 2011, 12:18

Hallo hh,

danke für den Link! Finde ich eine Super-Idee ... und auch absolut notwendig.

Um mal beide Aspekte zu verbinden:
Eine Ent-Weltlichung der Kirche darf / kann / sollte bedeuten, einen geschützten Raum zu schaffen, um Heiligung er-leben zu können. Daraus sollen gestärkte, selbst- und Christus-bewusste Nachfolger entstehen, die wiederum ganz selbstverständlich ihr Christ-Sein im Alltag, und das nicht nur am Montag ;-), leben.

DANN wäre entweltlichte Kirche sinnvoll und Christus-orientiert. Schließlich hat Er nicht gesagt, dass wir uns hinter dicke Mauern zurückziehen sollen ...

Herzliche Grüße

Christoph

happy hippo
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Re: Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von happy hippo » Sonntag 5. Februar 2012, 21:36

DANN wäre entweltlichte Kirche sinnvoll und Christus-orientiert. Schließlich hat Er nicht gesagt, dass wir uns hinter dicke Mauern zurückziehen sollen ...
Wenn auch nach längerer Zeit...

AMEN

Das könnten wir doch sein...

http://www.youtube.com/watch?NR=1&featu ... HPIrIZfOZE

oder vielleicht so?

http://www.youtube.com/watch?v=X78Fd2q0 ... re=related

oder so?

http://www.youtube.com/watch?v=4Fi3TOka ... re=related

Manchmal frage ich mich, was an uns/mir eigentlich so "apostolisch" ist :cry:

Viele andere sind da weit "apostolischer" unterwegs.

Vielleicht bin ich gar nicht richtig bekehrt oder was... Ich gebe zu, dass ich nicht die Freiheit habe, wie dieser Bruder, einfach auf die Leute zuzugehen, auch wenn ich mir nichts sehnlicher wünsche... Ist doch blöd irgendwie... Ich kann nur insgeheim im vorbeigehen für sie beten und sie segnen. Das mache ich auch oft, aber das war es dann leider schon... Warum nur??
Damals an Pfingsten und später waren die Jünger so vom Heiligen Geist erfüllt. Sie konnten gar nicht anders, als ihren Mund aufmachen. Warum kann ich das nicht?? Viele andere Brüder und Schwestern gehen auf die Straßen und können ihren Mund nicht halten. Sie reden einfach immer und überall von JESUS und Seiner erlösenden Liebe, sprechen völlig fremde Menschen an. Und das ist richtig so!
Will Gott denn nicht, dass wir Alle gehen?
Wir glauben das Evangelium vor allem heimlich still für uns, oder wenn wir unter Christen sind, wie meistens.
Jedenfalls ist das bei mir so und ich sehe das auch bei vielen anderen so, nicht nur in unserer Kirche.
Wir kennen die Bibel rauf und runter. Und nun?
O.k., wenn wir denn mal gefragt werden, bekennen wir CHRISTUS auch gern. Aber wann ist das mal?
Die Nachbarn kennen uns schon lange. Der Frisör auch. Der Bäcker, etc.
Hm...
Wann kommt eigentlich die Stelle zum Bekennen unseres HERRN. Ich sehe durchaus, dass es vielen Christen ähnlich geht wie mir, dass man nicht so richtig weiss, wie und wo man anfangen soll. Aber ich sehe eben auch die anderen, die voll Heiligen Geistes, überströmend losgehen und einfach JESUS verkündigen.

Wenn JESUS das REICH GOTTES ist, dann bin ich doch auch REICH GOTTES... Ja oder??

Ich kann nur darauf vertrauen, dass ER es aushält und mich in meiner Schwachheit trägt und daraus doch noch was hinkriegt...

Bitte HERR!

In diesem Bewußtsein ein bißchen traurige Grüße heute

hh

Volker
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Re: Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von Volker » Montag 6. Februar 2012, 00:17

Hallo HH,

glücklicherweise ist Spiritualität unterschiedlich. Und ich bin überhaupt nicht traurig, nicht so zu sein, wie in deinen eingestellten Filmen!

Unser gemeindlicher Minimumfaktor ist die bedürfnisorientierte Evangelisation. Die Betonung liegt auf dem Adjektiv! Unsere Gemeinde will dieses Jahr das Thema bewusst angehen und den ersten, sehr guten Gottesdienst zur eigenen Einstimmung, hatten wir heute.

Wir sollen und wollen sicherlich nicht hinter unsere Kirchenmauern!! Aber was ist denn BEDÜRFNISORIENTIERT?? Für mich sicher nicht das auf den Marktplatz stellen, aber vielmehr das Erzählen und Vorleben im persönlichen Umfeld, vielleicht diakonisches Engagement in der seelsorgerischen Beratung, Hospiz- oder Kinderarbeit etc...

Da ist Gebet nötig rauszufinden, was mein und unser Weg ist!

Volker

happy hippo
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Re: Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von happy hippo » Montag 6. Februar 2012, 03:04

Lieber Volker,

Danke! Vielen Dank erstmal für Deine Antwort!

Ja, das gibts natürlich auch noch und ist möglicherweise viel wirksamer.
So etwas gibt es in unserer Stadt auch. Danach habe ich mich vor einiger Zeit auch schon erkundigt.
Das Ding ist: man kann es natürlich nicht einfach spontan machen, sondern da ist gute Vorbereitung und Lernen erst einmal angesagt. Und schon kommt man in Terminschwierigkeiten mit allem Übrigen.
Irgendwie bleibt dann doch alles beim Alten und man findet sich nur unter Christen wieder.
Aber so darf es einfach nicht bleiben. Die Prioritäten müssen immer wieder mal überdacht werden.

Ich find´s so klasse, dass Ihr das als Gemeinde angeht und die wahre Bedeutung einer Christengemeinde lebt.
In einer Gemeinde unseres Bezirkes gibt es eine Schwester von der ich weiß, dass sie Hospizarbeit gemacht hat oder noch macht.
"Alle Achtung" kann ich da nur sagen. Dabei kann man einiges erleben. Aber es ist ein so wichtiger Dienst!
In einer anderen Gemeinde (nichtVAG) haben wir eine Reihe Geschwister kennengelernt die sich Mitarbeiter von "deìgnis" eingeladen haben, die in der dortigen Gemeinde Seminare abgehalten hatten. Es kamen Geschwister aus vielen verschiedenen christlichen Gemeinden der Stadt dort zusammen, um zu lernen. - Ich weiß aber nicht, ob die Leute von "deìgnis" das heute noch so handhaben können.
Es ist schon ca. 3 Jahre her.

Danke nochmal und Gottes Segen Euch!
happy hippo

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Re: Die Entweltlichung der Kirche

Beitrag von happy hippo » Montag 6. Februar 2012, 11:01

Hallo nochmal,

habe etwas vergessen. Für den Fall, dass Jemand nicht weiß, was "de ìgnis" ist.

http://www.deignis.de/20-0-deignis-Fachklinik.html

Wobei ich sagen muss, dass der Name der Akademie, die ich ja eigentlich gemeint hatte, nur IGNIS ist (gehört aber zusammen).

Gucksdu hier:

http://www.ignis.de/

LG

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