Nur zur Erinnerung

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happy hippo
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Nur zur Erinnerung

Beitrag von happy hippo » Freitag 8. März 2013, 19:12


Gast
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Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von Gast » Sonntag 10. März 2013, 15:42

Heute, am Sonntag, 10.03. - wäre um 19.30 Uhr an verschiedenen Orten noch die letzte Gelegenheit zuzuhören und eine Entscheidung zu treffen, ob alles so bleiben soll oder das Gepredigte auch richtig und wahr sein könnte.

Gast
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Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von Gast » Samstag 16. März 2013, 20:50

Also, ich fand Pro Christ gut und wäre sehr glücklich, wenn durch diese Veranstaltung Menschen auf Jesus aufmerksam wurden und zum Glauben kamen...auch wenn die meisten Übertragungsorte wohl eher von schon bekehrten Christen besucht wurden.

Seitdem bekomme ich fast täglich Post von einer Bekannten, wie schlecht die Veranstaltung wäre, weil ein verwässertes und nicht das wahre Evangelium gepredigt würde. Durch die ganzen Show- und Theatereinlagen mache man sich mit der Welt gleich und Ulrich Parzany hätte versäumt, auf die völlige Verderbtheit des Menschen und den Zorn Gottes hinzuweisen. Ich weiß nicht mehr, was ich drauf sagen soll und inzwischen auch nicht mehr, was nun genau richtig ist.

Vielleicht kennt hier jemand "Robert Ebertshäuser" ein "Hardliner", der viele Dinge unter die Lupe nimmt und sich z.B. auch ganz klar negativ zu charismatischen Gemeinde geäußert hat.

Ganz früher habe ich auch mal gedacht, dass es ja eigentlich nicht richtig von manchen Gemeinden ist, mit Unterhaltungsstrategien z.B. junge Leute in die Gemeinde zu locken. Wer echt Gott sucht, dem ist auch eine trockene Predigt und einige gediegene Lieder recht. Mittlerweile habe ich meine Meinung etwas lockerer gemacht...und bin froh, wenn überhaupt mal einer zur Kirche oder Gemeinde geht. Ich weiß aber nun nicht mehr, ob das richtig ist.


Auszug aus der Kritik gegen Pro Christ von R. Ebertshäuser:

Zu Recht stellt Wolfgang Nestvogel in seiner Untersuchung der Ansprachen Parzanys fest: „Der Sünder
erfährt nicht, dass Gott seinen Zustand als gegen Gott gerichtete Rebellion und Feindschaft bewertet; er
erfährt nicht, dass er im Kern verdorben ist und ein böses Herz hat; er erfährt nicht, dass sein Unglaube und
seine Ignoranz gegenüber dem heiligen Gott dessen ewiges Verdammungsurteil nach sich ziehen werden
(…) Der Gesamteindruck von Parzanys Vorträgen lässt die Gottesferne mehr als persönlich erfahrene Not
denn als persönlich zu verantwortende Schuld erscheinen.

Hier wäre der ganze Link:

http://www.das-wort-der-wahrheit.de/new ... ch=parzany

Ich wäre froh, wenn jemand Zeit fände, hier mal etwas reinzulesen ....vielleicht ist das ja doch falsch, wie ich das jetzt lockerer sehe....dass mir eigentlich fast jedes Mittel recht wäre, um Menschen auf Jesus hinzuweisen, auch mit Show - und Lichteffekten in der Gemeine, mal was überspitzt gesagt, um zu verstehen, wie ich es meine.

christoph

Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von christoph » Samstag 16. März 2013, 23:07

Hallo Gast,

ich habe vorhin mal reingeschaut. Mein Eindruck: da ist jemand von der "ganz alten Schule" unterwegs. Ein "Hardliner", wie du schon geschrieben hast. Jemand, der seine "Wahrheit" anderen Leuten um die Ohren haut. Damit möchte ich H. Ebertshäuser nicht sein fundiertes Grundwissen in Abrede stellen, ganz und gar nicht ... aber so absolut über andere zu urteilen, hat in meinen Augen etwas sehr Liebloses an sich. Einer der Kandidaten, die Willi gemeint hat, als er schrieb:
Verantwortungslos finde ich, ist der Umgang mit dem Glauben nur, wenn er als "Wissen" und absolute "Wahrheit" transportiert werden soll.
Gut, einen wirklichen Vergleich kann ich nicht ziehen, da ich bei ProChrist nicht dabei war. Grundsätzlich zur Verkündigung, und auch zu Paulus, auf den sich Herr Ebertshäuser ja bezieht (1. Korinther 9,19-23):
Obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne. Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden - obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden - obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi -, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.
Von daher sind zeitgemäße Formen der Verkündigung sicher hilfreich und sinnvoll und von Gott gewollt. Was nützt die "beste" Verkündigung der "Wahrheit", wenn niemand zuhört? Um mit Menschen über Gott ins Gespräch zu kommen, muss ich mit ihnen erst einmal ins Gespräch kommen. Das ist mein pragmatischer Ansatz. Auf verschiedene, "moderne" Art und Weise ansprechen, aber NIE das Ziel dieser Gespräche aus dem Auge verlieren.

Und die Zeiten, in denen Kirche mit der Hölle drohen musste, um Menschen für sich (!) zu gewinnen, sollten so langsam mal vorbei sein ...

Gesegneten Sonntag

Christoph

Gast
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Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von Gast » Samstag 16. März 2013, 23:26

Lieber Christoph,

nachdem ich das schon Tage vor mir hergeschoben habe, habe ich jetzt eine Rückmeldung zu den Mails gegeben. Ich bin mir immer noch nicht 100 Prozent sicher, ob ich das nicht zu lasch sehe. z.B. mein Vater sieht überhaupt keinen Grund sich auf die Liebe Gottes einzulassen. Er ist schon alt und muss eine Entscheidung treffen. Irgendwann habe ich ihm dann mal gesagt, dass er in die Hölle kommt, wenn er weiter so macht. Das hat dann aber doch mehr gesessen, als die Geschichte vom Kreuz. Vielleicht ist beides richtig, ich weiß es nicht mehr.
Ich hatte mich vor langer Zeit mal auf die Suche in der Bibel gemacht, was alles überhaupt "das Evangelium" ist. Das war sehr interessant, was alles mit dem Evangelium verbunden ist.

Ich mag mich im Moment von meiner Seite für heute damit nicht mehr tief beschäfitgen, daher kopiere ich meine Antwort auf die vielen negativ Mails hier her....ich habe mich wider vollster Überzeugung bewusst entschlossen, dauerndem Negativen dann nur Positives entgegenzusetzen und schrieb:

Ich sehe das alles nicht so schwarz, wie du. Jesus hat ja gesagt: Wer nicht gegen uns ist, ist für uns. Das sagte er, als die Jünger ihn darauf hinwiesen, dass in seinem Namen gepredigt wird, von solchen, die ihm nicht folgen. Und Paulus hat gesagt, er sei froh, wenn Jesu Name verkündigt wird, auch wenn es nur aus Neid ist. Du kennst die Stellen ja sicherlich.

o.k. hier der Satz, wie ich das Evangelium verstehe als FROHE Botschaft, wodurch - wie du mir schriebst - ich doch nicht mehr bin als Jesus und die Apostel.

Durch Einsicht der Sünden und Bereuen und ein Gebet und dem daraus resultierenden Wunsch sein Leben zur Freude Gottes auszurichten, empfangen wir Vergebung, wenn wir glauben, dass Jesus unsere Schuld am Kreuz bezahlt hat und können schon hier Kinder Gottes sein und haben das ewige Leben bei Gott..ein wunderbares Erbe.

Das klingt anders als wenn wir sagen:

Du bist völlig verdorben, wie jeder Mensch und verdienst den Tod und von Gottes Zorn reden und dann auf die Vergebung hinweisen.
Früher mochte ich Ebertshäuser lesen - aber inzwischen empfinde ich dauerndes kritisieren von Geschwistern und anderen Gemeinden als hochmütig und selbstgefällig. Aucn wie das Traktat, was du mir schicktest.

Gott ist die Liebe und mit Jesus will er uns diese Liebe zeigen. Ich sehe das als schlecht an, wenn man Gott da zuerst als den Zornesgott hinstellt. Im NT ist beides angesprochen, die Güte und der Ernst Gottes (Bibelstelle kennst du bestimmt auch) aber von der Liebe lesen wir weitaus mehr. Da sollte schon das Verhältnis so bei der Verkündigung stimmen, meine ich.


Ich für mich persönlich gehe meinen Christenweg mit Jesus so gut ich kann und bleibe in der Freude Gottes, so gut ich kann und bin nicht dafür verantwortlich, was andere falsch machen. Mich baut das auch überhaupt nicht auf, immer auf der Suche nach Negativem zu sein...mir lange Berichte darüber zu erlesen - wenn ich auch einen Teil von der Pro Christ Bewertung gelesen habe.

Mich bringt das auch im Glauben nicht weiter...da lese ich lieber lieber lieber die Bibel!, anstatt immer nur diesen negativen Kram und Übelreden über Andere.

happy hippo
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Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von happy hippo » Samstag 16. März 2013, 23:55

Hallo Gast,

Könnte es sein, dass Deine Bekannte evtl. von den "Brüdern" ist?

Ich habe schon früher mal Texte von R.E. gelesen. Eigentlich kann er und ähnlich gestrickte Leute einem leid tun. Sie können sich gar nicht an dem freuen, was JESUS für uns getan hat, im Gegenteil, sie meinen, sie könnten den Himmel selbst erreichen indem sie ständig Buße tun und sich heiligen usw. Auf jeden Fall sind es sehr negativ denkende Menschen.

Weißt Du, ich möchte Ostern, wenn wir die Auferstehung JESU feiern am liebsten im Gottesdienst tanzen dürfen vor Freude darüber, dass ER auferstanden ist und wir mit IHM auferstehen dürfen. Haben wir auch schon gemacht. - Nein, nicht in einer VAG-Gemeinde. Wir sind auch etwas biederer in dem Punkt. Aber so bieder auch wieder nicht. Wir lachen auch im Gottesdienst. Lachen und Tanzen im Gottesdienst?
Ist das böse?? Unchristlich? Kommen wir nicht "in den Himmel"?
Geht es darum die "Welt" in die Kirche zu holen und damit die ungläubigen Menschen einzufangen? :shock: Oder... VERBINDEN wir uns gar mit der "Welt" um die Kirche wachsen zu lassen? - Das kann ich nicht glauben.

Ich bin auf jeden Fall FÜR "Pro-Christ". Es geht einzig und allein darum, dass Menschen zu GOTT finden. Es werden "Brücken" gebaut durch Musik, Theater etc. Es geht darum, dass Menschen in die Gegenwart Gottes geholt werden und sie sollen endlich GOTTES LIEBE spüren, Seinen Sohn JESUS kennen lernen und hoffentlich auch annehmen. Schon am Abend des Gottesdienstes bekommen sie die Möglichkeit, ihr Leben an JESUS zu übergeben. - Das finde ich schön!

Aber das ist ja nicht alles. Anschließend sind es vor allem die Gemeinden, die gefordert sind, die neugeborenen Christen weiter zu begeleiten. "Pro-Christ" bietet ja auch Hilfen an.

Was R.E. sich da herausnimmt, ist m.E. eine Frechheit. Wenn Du die Predigten von Bruder Parzany mitbekommen hast, dann weißt Du ja, wie sehr er mit JESUS verbunden ist, wie sehr er JESUS liebt und wie sehr er die Menschen liebt, wie sein ganzes Herz nur dafür schlägt, dass Menschen zu JESUS finden.

Über die Musik u.a. bei "Prochrist" kann man sich streiten. Geschmäcker sind verschieden. Unser Hauskreis war begeistert. Mein Stil war das nicht so. Aber deshalb ist das Projekt doch trotzdem gut und richtig. JESUS kam damals den Menschen auch erstmal entgegen und ging mit ihnen auch ein Stück des Weges...

R.E. schreibt eine Menge Kokolores. Vergiß es einfach!

Einen gesegneten Sonntag Dir und Allen!
happy hippo

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Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von happy hippo » Sonntag 17. März 2013, 00:01

Uuups wir haben uns überschnitten. Jetzt sind ja schon wieder zwei Beiträge mehr da :shock:

Gast
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Re: Nur zur Erinnerung

Beitrag von Gast » Sonntag 17. März 2013, 18:41

Liebe "happy hippo",

die Bekannte hat gar keine feste Gemeinde.
Bei den Brüdern gibt es ja auch 2 Gemeindearten...einmal die offenen Brüder und dann die geschlossenen Brüder.
Hier in der offenen ist es absolut nicht starr oder gesetzlich. Die singen sogar modernere Lieder und hatten auch schon Aufführungen mit "Showeinlage" zu Gast. ("Adonia" hieß es, vielleicht kennst du das Kindermusical).
Die elitären sind tatsächlich etwas anders, sie haben nicht mal ein Instrument zum Gesang. Ich finde das ja gut, wie ernsthaft sie den Glauben leben...wenn man das so richtig in einer Besuchsstunde erkennen kann. Aber mir persönlich waren die sehr ernsten Gesichter und der für mein Empfinden etwas unfrohe Gottesdienst ...zu anders...jedenfalls auf Dauer.

Aber wie gesagt, hier prallen eben 2 verschiedene Auffassungen aufeinander von Tempeln, die auf dem selben Fundament stehen dürften.

Über die Frage, ob wir uns dem Showgeschehen öffnen sollten, bin ich leider immer noch nicht so richtig für mich im Klaren. Vielleicht könnte man im entfernten Sinn mit Paulus sprechen, wenn er sagte, er ist jedermanns Knecht geworden, er werde den Juden ein Jude und den Gesetzlichen ein Gesetzlicher und den Schwachen ein Schwacher, und das deswegen, um Menschen für Gott zu gewinnen und sie zu retten.

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