Es ist schon ein wenig kleinbürgerlich das Ganze, und Siggis Taufvideo Teil 1 hat echt komische Momente. Gefallen hat mir die Frau im Sessel, die brezenbreit im Sessel hängt und trunken vor Glück ihren Arm schwingt, eine Geste die sie mit Sicherheit genauso bei einer Karnevalsfeier macht.
Hallo Klaus,
ja, für richtige traditionelle Kirchgänger hat dieser Gottesdienst sicherlich etwas Komisches.
Wir sind so etwas nicht gewöhnt und versuchen krampfhaft das Alte festzuhalten. Wir predigen oder lassen predigen vor ungefähr der Anzahl von Gläubigen die auch in diesem Wohnzimmer anwesend waren. Einer steht oben am Altar oder in anderen Kirchen auf der Kanzel oder am Pult und spricht von oben zu "denen da unten". Und das jeden Sonntag. Vielleicht sogar noch in der Woche. - Na wenn das nicht komisch ist?
Die ersten Christen trafen sich in ihren Privathäusern hin und her und feierten auch das "Abendmahl" miteinander im Gedenken an CHRISTUS.
Du wirst jetzt sagen, sie trafen sich auch im Tempel. Das stimmt auch.
Sie mussten auch erst nach und nach lernen, daß der Tempel ausgedient hatte. Er hatte keine heilige Funktion mehr.
Unsere Kirchengebäude haben das auch nicht.
Wir selbst sind die Kirche. Wir sind Steine im lebendigen Tempel Gottes. Wir selbst sollen alle auch PRIESTER sein, nicht nur
DIE DA OBEN.
Unsere Kirchengebäude sind dazu geeignet, eine Kluft zu schaffen zwischen "Priestern" und "dem Volk".
Die Gemeinde setzt sich hin und läßt sich bedienen. Sie kennt es nicht anders.
Aber ist das richtig?
Lehrt die Bibel das?
Wie sollen die Gläubigen lernen, daß sie nicht weniger "Priester" sind, als der, der "am Altar" predigt?
Auch in unserer Kirche wird das "Priestertum aller Gläubigen" gelehrt.
Wie könnte man das wirklich leben als Gemeinde?
Dur sprichst so negativ über die Frau im Sessel, die ihre Arme schwingt und hast Dir auch gleich vorgestellt,
wie sie das bei einer Karnevalsveranstaltung wohl auch macht.
Könnte es nicht sein, daß Du ihr bitter Unrecht tust?
Oder kennst Du sie?
Vielleicht hat sie dies auch tatsächlich so getan, bevor sie JESUS kennenlernte, aber jetzt gibt es nur noch EINEN EINZIGEN GRUND, die Arme zu schwingen und zu feiern und zu tanzen, nämlich unseren RETTER UND HERRN JESUS CHRISTUS, der GOTT ist.
Ich kenne diese Frau auch nicht, aber ich kenne andere, viele Geschwister, denen es genauso gegangen ist, Geschwister, die sogar aus dem schlimmsten Sumpf dieser Erde kamen und inzwischen zu JESUS fanden. Sie haben soviel Grund zu danken und die Arme zu heben und zu singen zum Lob und Preis des HERRN und sie tun das auch. Aber... an "Karnevalsveranstaltungen" haben sie gar keine Freude mehr.
Wir als Traditionschristen verschränken die Arme und freuen uns im Stillen.

- Grmpf! Verschluck! Zum Lachen oder Weinen in den Keller!
Oder könnte es sein, daß es uns gar nicht mehr bewegt, was CHRISTUS für uns tat?
Sind WIR noch "trunken vor Glück", weil wir Gotteskinder sind?
Bewegt es uns eigentlich noch, daß wir JESU BRAUT sein dürfen?
Auch wir haben 1001 Grund die Arme zu schwingen!
Und wenn es noch so komisch aussieht!
Der HERR ist es, der das Herz ansieht.
Gelacht habe ich bei der Horntuterin, die sich mal so recht wagnerisch gibt.
Ich persönlich finde, so ein Horn das hat schon was. Es verbindet sich ja Einiges damit. (Bilder aus dem AT)
Ich habe mal eins gehört, direkt neben mir. Wow!
Man braucht keines, aber ich find´s halt auch schön. Du musst meine Meinung nicht teilen.
Der Täufer im 5. Teil tauft auf den Namen des Vaters und nicht im Namen des Vaters. Na ja vor der Kamera kann man ja auch schonmal im Lampenfieber den Text vergessen.
Wir wissen ja und ich denke, daß Du das auch weißt, das NT wurde in griechischer Sprache geschrieben.
Im Griechischen ist es ein einziges Wort, welches sowohl "auf" als auch "im" heißen kann.
Wo würdest Du denn da eigentlich den Unterschied sehen?
Und ob das Alles etwas mit Gott zu tun hat, ist noch die große Frage. Und doch, bei aller Häme die ich weiter verbreiten könnte, hat diese Minigemeinde etwas Rührendes und erinnert mich nicht an die ganz ersten Christen sondern eher an letzte Überlebende. Ich weiss nicht, ich weiss nicht.
Gruß
Klaus
Ob Du in eine Minigemeinde gehst, oder in eine große Gemeinde von hunderten oder gar tausenden Mitgliedern, ist
vom Wert her doch nicht anders.
Früher( weiß nicht, wie es heute ist), in der Synagoge mussten es mindestens 10 Männer sein, dann konnte man "Gottesdienst halten". JESUS sagte: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind...".
Das ist das Vorrecht und die Freiheit der Christen.
Jede Gemeinde hat ihre eigene Qualität.
Wo GOTT angebetet wird, ist ER da
Wo der HEILIGE GEIST Menschen ihre Sünden zeigt, sie in die Buße führt
und sie an CHRISTUS den ERLÖSER glauben läßt, an SEIN BLUT, welches rettet,
da ist GOTT in die Herzen eingezogen. Da fand Wiedergeburt statt.
Da hat ER versiegelt
Da kann Taufe stattfinden und "Abendmahl".
Da muß GOTT zum HERRN werden!
Da kann Gemeinde sein, ob es viele Mitglieder sind oder wenige.
Grüßlis aus dem kalten verschneiten D.
happy hippo
Wir sind letzte Überlebende einer Gemeinschaft...
Aber GOTT ist es, der NEUES schafft!