Nachdenkeswerte Kleingeschichten

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KAUBEUHUT
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Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:27

Die Schnecke und der Kirschbaum
Der Meister wurde einmal gefragt, ob er es nicht manchmal leid sei und sich entmutigt fühle, wenn all seine Mühe kaum Früchte trägt.
Da erzählte er die folgende Geschichte:
Es war einmal eine Schnecke, die sich an einem nasskalten, grauen und stürmischen Frühjahrstag aufmachte, am Stamm eines Kirschbaumes hinaufzuklettern.
Die Spatzen, die überall im Garten saßen, lachten über die Schnecke und zwitscherten: "Du bist ja ein Dummkopf - schau doch, da sind überhaupt keine Kirschen am Baum! Warum machst du dir die Mühe, da hochzuklettern?"
Die Schnecke kroch unbeirrt weiter und sagte zu den Spatzen:
"Das macht mir nichts - bis ich oben angekommen bin, sind Kirschen dran!"


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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:30

Einfach nur malen! (Einfach nur glauben....folgen)
Man erzählt sich, dass Paul Cézanne über 35 Jahre lang unbeachtet für sich lebte und Meisterwerke malte. Diese schenkte er nichtsahnend seinen Nachbarn.
Er liebte seine Arbeit so sehr, dass er keinen Gedanken und keine Zeit darauf verwendete, Anerkennung zu erreichen. Ihm wäre auch nicht der Gedanke gekommen, einmal als Vater der modernen Malerei zu gelten.
Einfach nur malen wollte er.
Seinen ersten Ruhm verdankte Paul Cézanne einem Pariser Kunsthändler, der zufällig Bilder von ihm sah und sie in der ersten Cézanne-Ausstellung der Kunstwelt präsentierte.
Die Welt war erstaunt, einen Meister vor sich zu sehen.
Und mindestens genauso erstaunt war der Meister selbst!
Auf den Arm seines Sohnes gestützt, betrat er die Ausstellung und konnte sein Erstaunen nicht verbergen, als er dort seine Bilder sah. Er wandte sich seinem Sohn zu und sagte:
"Sieh, man hat sie gerahmt."


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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:32

Die exklusive Kirche

Der farbige Mr. Jones wünschte, in eine kath. New Yorker Gemeinde
aufgenommen zu werden.
Der Pfarrer war reserviert.
"Tja", sagte er, "da bin ich nicht ganz sicher, Mr. Jones, ob es unseren
Gemeindemitgliedern recht sein würde.
Ich schlage vor, Sie gehen erst mal nach Hause und beten darüber und
warten ab, was Ihnen der Allmächtige dazu zu sagen hat."

Einige Tage später kam Mr. Jones wieder.
Er sagte: "Herr Pfarrer, ich habe Ihren Rat befolgt.

Ich sprach mit dem Allmächtigen über die Sache und er sagte zu mir:
"Mr. Jones, bedenke, daß es sich um eine sehr exklusive Kirche handelt.
Du wirst wahrscheinlich nicht hineinkommen.
Ich selber versuche das schon seit vielen Jahren, aber bis jetzt ist es
auch mir nicht gelungen."


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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:34

Der Teufel und sein Freund

Eines Tages machte der Teufel mit einem Freund einen Spaziergang.
Sie sahen, wie sich vor ihnen ein Mann bückte und etwas aufhob.

"Was hat dieser Mann gefunden? " fragte der Freund.

"Ein Stück Wahrheit", sagte der Teufel.

"Beunruhigte dich das nicht?" fragte der Freund.

" Nein, durchaus nicht ", sagte der Teufel, " ich werde ihm gestatten,
ein religiöses Glaubensbekenntnis daraus zu machen."

Ein religiöses Bekenntnis ist ein Wegweiser, der den Weg zur Wahrheit zeigt.
Menschen, die sich krampfhaft an den Wegweiser halten, werden daran
gehindert, auf die Wahrheit zu zugehen, weil sie irrtümlicher weise glauben,
sie schon zu besitzen.



-Anthony de Mello-
Zuletzt geändert von KAUBEUHUT am Sonntag 13. Januar 2013, 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:36

Über die Tradition
Das junge Paar war frisch verheiratet. Eines Tages beschloss die junge Frau, eine Lammkeule zu schmoren.
Bevor sie das Ganze in den Ofen schob, schnitt sie von der Keule das untere Stück ab und legte dann die zwei
Teile nebeneinander in den Schmortopf.
Ihr Mann schaute ihr über die Schulter und fragte sie: "Warum machst du das?"
"Ich weiß nicht, aber meine Mutter machte das immer genau so." war die Antwort.
Daraufhin fragte der Mann seine Schwiegermutter, warum sie das untere Stück der Keule abschnitt.
"Ich weiß nicht, aber meine Mutter machte das immer genau so." antwortete die Schwiegermutter.
Die Großmutter war noch am Leben und so ging der Mann zu ihr und fragte auch sie, warum sie den unteren
Teil der Lammkeule vor dem Schmoren abschnitt.
Und die Großmutter antwortet: "Ach, das hat einen ganz einfachen Grund: Mein Schmortopf war damals so klein,
dass der ganze Braten einfach nicht hineinpasste."


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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:39

Vom Wert der Dinge und der Menschen

Im Rahmen eines Seminars mit sehr vielen Teilnehmern hielt der Trainer einen 50-DM-Schein in die Luft.
Er fragte: "Wer von Ihnen möchte diesen 50-DM-Schein haben?"
Überall gingen Hände hoch.
"Ok, einen kleinen Moment" sagte er und zerknüllte den 50-DM.Schein. "Wer möchte diesen nun zerknüllten 50-DM-Schein haben?"
Wieder gingen die Hände in die Luft.
"Ok, warten Sie", sagte er und warf den zerknüllten 50-DM-Schein auf den Boden und trat mit seinen Schuhen darauf herum, bis der Schein zerknittert und voller Schmutz war. Er hob ihn an einer Ecke auf und hielt ihn wieder in die Luft. "Und wer von Ihnen möchte diesen dreckigen, zerknitterten 50-DM-Schein immer noch haben?"
Und erneut waren die Hände in der Luft.
"Sehen Sie, Sie haben gerade eine sehr wertvolle Lektion erfahren. Was immer ich auch mit dem Geldschein machte, wie schmutzig und zerknittert er auch ist, es hat nichts an seinem Wert geändert. Es sind immer noch 50,- DM.
So oft in unserem Leben werden wir selbst fallen gelassen, sind am Boden zerstört und kriechen vielleicht im Schmutz - und fühlen uns wertlos.
Aber all das ändert ebenso wenig etwas an unserem Wert, wie das was ich mit diesem Schein tat, seinen Wert änderte.
Der Wert von jedem einzelnen uns bleibt immer erhalten, wie schmutzig, arm oder verloren wir auch immer sein werden."



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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:41

Was will ich denn...
Ein Fischer sitzt am Strand und blickt auf das Meer, nachdem er die Ernte seiner mühseligen Ausfahrt auf den Markt gebracht hat.
Warum er nicht einen Kredit aufnehme, fragt ihn ein Tourist. Dann könne er einen Motor kaufen und das Doppelte fangen.
Das brächte ihm Geld für einen Kutter und einen zweiten Mann ein. Zweimal täglich Fang hieße das Vierfache verdienen.
Warum er eigentlich herumtrödele. - Auch ein dritter Kutter wäre zu beschaffen; das Meer könnte viel besser ausgenutzt werden,
ein Stand auf dem Markt, Angestellte, ein Fischrestaurant, eine Konservenfabrik - dem Touristen leuchteten die Augen.
"Und dann?" unterbricht ihn der Fischer.
"Dann brauchen Sie gar nichts mehr zu tun. Dann können Sie den ganzen Tag sitzen und glücklich auf ihr Meer hinausblicken!
Aber das tue ich doch jetzt schon", sagte der Fischer.



Heinrich Böll
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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:44

Wer weiß...?
Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd,
mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.
Eines Tages lief das Pferd davon. Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen "Oh, was für ein
schreckliches Unglück!" Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: "Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?"
Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel.
Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: "Was für ein unglaubliches Glück!" Doch der alte Mann sagte wieder:
"Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?"
In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen
und brach sich ein Bein. Nun musste der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen. Und die Leute aus dem Dorf sagten
zu ihm: "Was für ein schlimmes Unglück!" Die Antwort des alten Mannes war wieder: "Wer weiß..., wer weiß schon,
wozu es gut ist?"
In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle
kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mussten an die Front und viele von ihnen starben.
Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.
"Wer weiß..., wer weiß, wozu es gut ist?"


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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:46

:lol: :shock: :oops:
Zwei Mönche
Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss.
Dort stand eine junge Frau mit wunderschönen Kleidern. Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen.
Ohne zu zögern ging einer der Mönche auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab.
Nachdem der andere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden ihre Wanderung fort.
Nach etwa einer Stunde fing der eine Mönch an, den anderen zu kritisieren: " Du weißt schon, dass das, was Du getan hast, nicht richtig war, nicht wahr? Du weißt, wir dürfen keinen nahen Kontakt mit Frauen haben. Wie konntest Du nur gegen diese Regel verstoßen?"
Der Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an.
Dann antwortete er: "Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt - warum trägst Du sie immer noch mit Dir herum?"

:lol: :shock: :oops:

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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von KAUBEUHUT » Sonntag 13. Januar 2013, 17:47

Eine von vielen Lieblingsgeschichten:
Zwei Wölfe...
Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.
Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während
die Flammen in den Himmel züngelten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: "Weißt du,
wie ich mich manchmal fühle?

Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander
kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv
und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?"
fragte der Junge.

"Der Wolf, den ich füttere." antwortete der Alte.


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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von happy hippo » Montag 14. Januar 2013, 03:24

Ein Prediger predigt lange, sehr lange. Plötzlich steht einer der Zuhörer auf und geht. Der Prediger fragt: "Wo gehen Sie hin?" "Zum Friseur", antwortet der Gefragte. Ruft ihm der Prediger hinterher: "Warum sind Sie nicht vorher gegangen?" Erwidert der Zuhörer: "Da war's noch nicht nötig."

Verf. unbek.

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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von happy hippo » Montag 14. Januar 2013, 03:25

Ein Pastor und ein Pilot klopfen an die Himmelspforte. Petrus öffnet, bittet den Piloten herein und lässt den Pastor draussen. Der ist natürlich entrüstet und klopft erneut. Aber Petrus winkt ab: "Das geht schon in Ordnung - Wenn du gepredigt hast, haben alle geschlafen; aber wenn er geflogen ist, haben alle gebetet."
eingesandt von Dr. Gundolf Lange

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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von happy hippo » Montag 14. Januar 2013, 03:35

Ein portugiesischer Seifenfabrikant sagte einem Priester:
"Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald zweitausend Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht anders geworden. Es gibt immer noch Boeses und boese Menschen."
Der Priester wies auf ein ungewoehnlich schmutziges Kind, das am Strassenrand im Dreck spielte, und bemerkte:
"Seife hat nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt."
"Seife", entgegnete der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird."
Der Priester antwortete:
"So ist es mit dem christlichen Glauben auch."
Verf. unbek.

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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von happy hippo » Montag 14. Januar 2013, 03:41

in Mann verließ die schneebedeckten Strassen von Chicago, um in Florida ein wenig Urlaub zu nehmen.

Seine Frau war auf einer Geschäftsreise und plante, ihn am nächsten Tag dort zu treffen.

Als der Mann in seinem Hotel ankam, sendete er seiner Frau eine kurze Email.

Leider fand er den kleinen Zettel nicht, auf den er die Email-Adresse geschrieben hatte, also versuchte er sein bestes und schrieb die Adresse aus dem Kopf.

Leider vergaß er aber einen Buchstaben, so dass seine Nachricht stattdessen an eine ältere Pastorenfrau geschickt wurde, deren Ehemann gerade am Tag zuvor gestorben war.

Als die trauernde Witwe ihre neuen Emails las, blickte sie auf den Monitor, schrie einmal laut und sank ohnmächtig auf den Boden.

Diese Nachricht war auf dem Bildschirm zu lesen:
"Liebste Ehefrau, Ich habe gerade eingecheckt. Alles ist für Deine Ankunft morgen vorbereitet. Dein Dich unendlich liebender Ehemann.

P.S. Es ist wahnsinnig heiss hier..."

Verf. unbekannt

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Re: Nachdenkeswerte Kleingeschichten

Beitrag von happy hippo » Montag 14. Januar 2013, 03:53

Drei deutsche Christen, ein katholischer Priester, ein moderner evangelischer Pfarrer und ein Prediger von den Pfingstlern treffen sich am See Genezareth. Weil sie ja schließlich alle drei Christen und alle drei Deutsche sind, beschließen sie, das Konkurrenzdenken zurückzustellen und sich zusammenzutun. Sie mieten ein Boot und rudern auf den See hinaus.
Nach einer Weile bekommen sie Durst, denn es ist sehr warm. Am Ufer ist ein Kiosk, der aber keine Anlegestelle hat. „Tja“, sagt der evangelische Pfarrer, „wenn man jetzt wie Jesus übers Wasser laufen könnte...“
„Hmm“, meint der Katholik, „es steht geschrieben, dass der Glaube Berge versetzt und dass uns alles möglich sei, wenn wir glauben.“ Spricht’s, steigt aus dem Boot, geht zum Kiosk und kommt mit drei Dosen Bier zurück.
Nach einer Weile bekommen die drei wieder Durst. Denkt sich der Pfingstler: „Wenn schon der Kathole das kann, warum soll es bei mir nicht klappen?“ Er steigt aus dem Boot, läuft zum Kiosk und kommt mit einer großen Flasche Limonade zurück.
Es ist aber wirklich sehr heiß, die Limonade bald ausgetrunken und die drei haben immer noch Durst. Denkt sich der evangelische Pfarrer: „Na, das ist mir unverständlich: das mit den Wundern ist doch nur bildlich gemeint.“
Der Durst plagt ihn aber gewaltig und so beschließt er, es gegen alle Vernunft doch auch zu probieren. Er tritt aus dem Boot - und liegt der Länge nach im Wasser.
Meint der Pfingstler süffisant zum Katholiken: „Bei dem Bruder von der evangelischen Amtskirche scheint es doch ein wenig am Glauben zu mangeln...“
„Tja,“ meint der Priester, „der Glaube allein reicht nicht. Man muss auch wissen, wo die Steine liegen...“
Darauf der Pfingstler erstaunt: „Welche Steine?“
Verf. unbek.

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